Energiewechsel

Weingarten: Rettungsschwimmen als internationale Leistungssportdisziplin

Pressemeldung vom 11. Juli 2012, 09:38 Uhr

Am Wochenende wurde im Durlacher Turmbergbad und am Weingartener Baggersee der zehnte bundesweite
DLRG-Junioren Rettungspokal ausgetragen. 140 Jungen und Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren aus 13
Landesverbänden nahmen teil. Der Tag in Weingarten galt den Freigewässerdisziplinen und begann mit
„Board Race“ für Herren. „Board Race“ bedeutet, auf einem Rettungsbrett kniend und mit den Armen
paddelnd eine 600 Meter lange Strecke zurückzulegen. Noch spannender ist der Wettkampf „Rescue Tube“.
Hier schwimmt ein „Opfer“ voraus, auf Pfiff rennen die Retter mit einem Schaumgummigurt im Schlepp ins
Wasser und ziehen sich jetzt erst Flossen an. Haben sie das Opfer erreicht, wird ihm der Gurt angelegt und
abgeschleppt. An Land stehen Helfer, die den Geretteten vollends an Land ziehen. Parallel kämpfen die
Damen auf dem Beachfeld nebenan um die „Beach flag“. „Wir trainieren Fertigkeiten, die im Ernstfall
gebraucht werden. Hierbei kommt es auf Spritzigkeit und Reaktionsschnelligkeit an“ erklärt die Trainerin der
niedersächsischen Mannschaft. „Rescue Board und Rescue Tube besitzen wir auch“, sagt Ralph Dämmer,
Tauchreferent der Ortsgruppe Weingarten. „Dafür ist jeder Rettungsschwimmer ausgebildet, aber sonst legt
Weingarten den Schwerpunkt auf Rettungswachdienst und ist im Wettkampf nicht vertreten“. Weingarten
leistete Betreuung und Verpflegung. „Das Interessanteste an den Disziplinen für Stehendgewässer, die in
Durlach ausgetragen wurden, war der Superlifesaver“ fuhr Dämmer fort. „Darunter versteht man praktisch eine
Kombination von allen Anforderungen und Möglichkeiten, die ein Retter hat: Sprinten, Tauchen, eine Puppe
vom Boden holen und mit dem Rescue Tube abschleppen“. Ebenso war Hindernistauchen gefragt, was
beispielsweise bei hohem Wellengang erforderlich wird. Oder Leinewerfen: Der Werfer muss möglichst genau
gezielt werfen, damit der Ertrinkende die Leine greifen kann. „Natürlich werden Jugendliche
Rettungsschwimmer aus sozialen Motiven“ sagt Bundestrainerin Susanne Ehling. „Aber in diesem Alter
wollen sie sich messen und möglichst gute Rettungsschwimmer zu haben, ist immer sinnvoll.“

Quelle: Gemeinde Weingarten

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis