Energiewechsel

Weingarten: Die Geschichte vom Wasser aus dem Wasserhahn

Pressemeldung vom 8. August 2012, 10:49 Uhr

Was bedeutet eigentlich „Leitungswasser“? Natürlich besagt der Name, dass es aus dem Wasserhahn
kommt, aber damit besagt er auch vieles über seine Qualität. Leitungswasser bedeutet nämlich – im
Gegensatz zu Flusswasser, Baggerseewasser, Quellwasser oder Regenwasser – Trinkwasser. Dabei spielt es
keine Rolle wofür es verwendet wird, ob unverändert zum Trinken, als Tee oder Kaffee, zum Kochen, zum
Duschen oder um die Toilette zu spülen. Woher dieses Leitungswasser kommt und wodurch es seine Qualität
erhält, erfuhren sieben neugierige Kinder bei einem spannenden Ferienspaßprogramm in der
Wasserversorgung Weingarten.
Wassermeister Axel Langendörfer und sein Stellvertreter Ronny Bender begrüßten die Kinder in der
Wasseraufbereitungsanlage Carix an der Straße nach Jöhlingen. Am Beginn stand eine
Kurzzusammenfassung über die Herkunft des Wassers: Pumpen befördern es aus dem Boden, es durchfließt
die Aufbereitungsanlage, kommt über weitere Pumpen in die verschiedenen Hochbehälter, wird dort
gespeichert und über ein Rohrsystem an die Haushalte verteilt. Hier endet die Arbeit des Wassermeisters.
Alle Vorgänge, über die er zu wachen hat, kann er auf seinem PC verfolgen.
Der zweite Teil befasste sich mit den geheimnisvollen Vorgängen der Wasseraufbereitung. Die Kinder
bestaunten die riesigen Behälter der Ionenaustauschfilter, die Kalk und unerwünschte Salze aus dem
Rohwasser herausfiltern, sie hörten den Lärm im Maschinenraum und warfen einen Blick in die Brunnenstube,
in der riesige Pumpen das Wasser aus dem Boden holen. Im Keller des Gebäudes verlaufen die Rohre, die
das aufbereitete Wasser in die Hochbehälter transportieren, 130 Kubikmeter pro Stunde. Zwei Pumpen
fördern 18,5 Liter pro Sekunde, das entspricht 1 ½ Colakisten, erklärten die beiden Experten. Sinkt im
Hochbehälter ein bestimmter Pegelstand ab, so fordert die Automatik frisches Wasser aus dem Brunnen an
und die Maschinerie setzt sich wieder in Gang.
Der dritte Teil, der noch im Gebäude der Carix-Anlage stattfand, gab einen Einblick in die anderen Aufgaben
des Wassermeisters und seines Bautrupps: schadhafte Rohre im Leitungssystem zu ersetzen. Axel
Langendörfer und Ronny Bender hatten anschauliche Beispiele von alten, versandeten, rostigen
Leistungsstücken dabei und erklärten, wie diese im Lauf der Jahre marode geworden waren und dann ein
kleiner Riss schon genügt, damit sie bei einer außergewöhnlichen Belastung brechen. Im Anschluss durften
die Jungen und Mädchen neue Rohre mit einer Kupplung zusammenstecken, Verteilerstücke und Anschlüsse
in die Hand nehmen, lernten den Unterschied zwischen Schweißnaht und Steckverbindung, probierten, einen
Schieber mit großen Schrauben zusammenzufügen und von Minute zu Minute wurden ihre Fragen lebhafter
und das Interesse größer.
Zum Abschluss des Programms durften sie einen Blick in das Wasserbecken des Hochbehälters Kirchberg
werfen und ganz am Ende noch einen Hydranten auf dem Festplatz „ausprobieren“.

Quelle: Gemeinde Weingarten

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