Energiewechsel

Weingarten: Die Bedarfsumleitung U 41 wird weiter durch Weingarten führen

Pressemeldung vom 27. Juni 2012, 10:42 Uhr

Antrag der Gemeinde auf Verlegung vorerst abgelehnt
Die Probleme, die eine Bundesstraße als Ortsdurchfahrt mit sich bringt, kennen die Weingartner aus eigener
Anschauung: Ein hohes Verkehrsaufkommen in der Ortsmitte, gefährliche Situationen, Lärm und
Schadstoffimmissionen. Das Ganze wird noch verschärft, wenn diese Bundesstraße als Bedarfsumleitung der
Autobahn A 5 ausgewiesen und häufig genutzt wird.
Aus diesem Grund hat die Gemeinde Weingarten beantragt, die Umleitungsstrecke aus Weingarten hinaus zu
legen. Als Alternative könnte nach dem Vorschlag der Gemeindeverwaltung die L 560 / L 558 bis zum
Autobahnanschluss Bruchsal dienen. Diesen Vorschlag hat Bürgermeister Eric Bänziger dem
Regierungspräsidium vorgelegt. Er wurde abgelehnt.
Das Regierungspräsidium anerkennt zwar die Belastung Weingartens, sieht aber keine so einfache Lösung.
Die beantragte Variante würde den Verkehr ab der Anschlussstelle Karlsruhe-Nord über die
Elfmorgenbruchstraße zur Gerwigstraße und den Ostring auf die Haid-und-Neu-Straße (L 560) führen. Bis
zum Verlassen der Stadtgrenze Karlsruhe seien 12 Ampeln und vier stark befahrene Kreuzungen zu
passieren. Auch diese Streckenführung würde durch Wohngebiete führen. Im weiteren Verlauf sprächen zwei
Unfallhäufungsstellen, der schlechte Ausbauzustand der L 560 im Bereich Schloss Stutensee und das dortige
Wasserschutzgebiet gegen eine Verlegung.
Das zweite Argument gilt der Bereitschaft der Autofahrer, den Weisungen ihrer Navigationsgeräte zu folgen.
Eine Verlegung der Ausweichstrecke auf die vorgeschlagene Route würde eine vier Kilometer längere Strecke
und 13 Minuten mehr Zeitaufwand bedeuten – alles Kriterien, die diese Strecke für ein Navigationsgerät nicht
empfehlenswert machen. Bahnt sich auf der A 5 ein Stau an, so werden ortskundige Fahrer weiterhin durch
Weingarten fahren und die Navigationsgeräte werden die bisherige Umleitungsstrecke weiterhin empfehlen.
Das Regierungspräsidium sei stets bemüht, ausgewogene Entscheidungen zu treffen. Im Fall der U 41 sei die
Route durch Weingarten letztendlich die geeignetste Variante. Trotzdem werde eine temporäre Verlegung der
Umleitungsempfehlung auf die Alternativstrecke nicht ausgeschlossen werden, nur eine dauerhafte sei im
Moment nicht in Sicht. Diese, schreibt das Regierungspräsidium, könne erst in Betracht gezogen werden,
„wenn die westliche Anbindung der Anschlussstelle Karlsruhe-Nord an die Haid-und-Neu-Straße (L 560)
erfolgt ist.“
„Leider war die Ablehnung einer dauerhaften Verlegung nach diesen Argumenten absehbar“, nahm
Bürgermeister Bänziger zu dem Schreiben des Regierungspräsidiums Stellung. Aber er setzt auf diese
westliche Anbindung. Es sei die vordringlichste Verkehrsaufgabe der Gemeinde, darauf hinzuwirken, dass
diese Spange gebaut werde. Denn nur sie bringe Weingarten eine wirkliche Entlastung.

Quelle: Gemeinde Weingarten

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis