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Weingarten (Baden): Zaubern ist doch kinderleicht – oder?

Pressemeldung vom 13. August 2013, 14:42 Uhr

Ferienspaß der Gemeinde mit der Jugendstiftung der Sparkasse Karlsruhe
Wasser fließt in eine Zeitungstüte und ist doch nicht drin? Ein simples Blatt Papier kann sich durch ein paar
Schnitte mit der Schere zu einem riesengroßen Ring ausdehnen? Oder einer kann gar die Zahl erraten, die
der andere grade gedacht hat? Unmöglich, sagen Kinder angesichts solcher Fähigkeiten eines Zauberers –
und dann möchten sie nichts lieber als herauszufinden, wie der Trick funktioniert. Schluss mit allen
Spekulationen: Der Ferienspaß „Zauberworkshop“ räumte damit gründlich auf. Für 15 Kinder hatte die
Gemeinde Weingarten ein Ferienspaßprogramm aus der Auswahl der Jugendstiftung der Sparkasse
Karlsruhe bekommen. Julia Hartmann aus Graben, von vielen Auftritten bekannt als „Clown Julchen“, und ihr
„Assistent“ Rudolf zeigten den Kindern Zaubertricks. Allerdings: Ohne das nötige vorbereitete Material geht es
nicht. Die beiden hatten einen Koffer voll derartiger Dinge dabei, die die Kinder anschließend behalten durften.
Das Blatt Papier hatte merkwürdige Striche drauf. Nun hieß es, nach Anleitung zu falten und dann an diesen
Strichen entlang zu schneiden und dabei genauestens zu arbeiten, denn – ein Schnitt darüber hinaus und der
Ring würde nicht mehr zusammenhalten. „Zaubern erfordert schon ziemliche Fingerfertigkeit“, sagte Rudolf
Hartmann, „aber wenn man es ein bisschen kann, macht es auch riesig Spaß“. Aber für dieses „bisschen
können“ war Geduld und Konzentration gefragt. Die Zeitungstüte: Man nehme ein ganz normales Blatt. „Es ist
wichtig“, erklärte die Expertin den Kindern, „dass solche Materialien so normal wie möglich aussehen und
nicht präpariert“. Dazu zwei Becher, äußerlich ganz normale Pappbecher. Aber: einer ohne Rand und der
andere ohne Boden. Eifrig übten die Kinder, waren konzentriert bei der Sache und alsbald waren ihre Mühen
von Erfolg gekrönt. Was fehlte noch zum perfekten Auftritt? Die Show. Vorbereiten und üben, üben, üben ist
das eine. Die Show ist das andere. „Jede Zauberei ist nur spannend, wenn Ihr dazu eine Geschichte erzählt“,
sagte Julia und brachte die Psychologie ins Spiel: Ganz locker hantieren, mit den Händen beweglich sein,
dazu reden, Zaubersprüche sagen und die Zuschauer direkt ansprechen – dann merken diese gar nicht, wie
sie abgelenkt werden. Ein Beispiel: „Wenn ich ganz betont sage, ich gieße das Wasser in diese Tüte, schauen
sie nur auf die Tüte – und nicht darauf, ob ich einen zweiten Becher in der anderen Hand habe“. Und wie
funktioniert es, gedachte Zahlen zu erraten? „Das ist natürlich ganz schwierig, das ist Gedanken lesen“.
Fasziniert folgten ihr die Kinder, gefesselt von dem, was sie sahen und beseelt von dem Gedanken, das bald
selbst zu können.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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