Energiewechsel

Weingarten (Baden): Woodstock in Nordbaden

Pressemeldung vom 22. Oktober 2013, 11:55 Uhr

Wieso Nordbaden, es hieß doch die nächste Rallye am 12.10. ist die Frankenlandrallye?! Ein Blick auf die Landkarte verrät jedoch, dass die WP’s eindeutig in Nordbaden sind und die Rallye unter dem Stern des ADAC Nordbadens stand. Also machte ich mich auf die Suche nach der Antwort und fand Sie bei einem Vereinsmitglied von Rosenberg. Vor etlichen Jahren wurde die Rallye von Vereinen aus Nordbaden und Franken gemeinsam veranstaltet. Nunmehr aber nur noch aus den Vereinen des MSC Brehmen, MSC Walldürn und dem MSC Rosenberg aus Nordbaden. Man einigte sich aber darauf, den Namen der Rallye wegen dem Bekanntheitsfaktor zu behalten. Nun genug Geschichtsunterricht es folgt der Rallyebericht. Wie im letzten Bericht erwähnt, löste Martin Guthmann, ein sehr guter Freund aus meinem Freundeskreis endlich seinen Gutschein ein und nahm somit auf dem heißen Stuhl Platz. Mit ein paar Theoriestunden und Trockenübungen in Martins Cayman gingen wir gut vorbereitet an den Start. Laut Wetterbericht sollte es Petrus gut mit uns meinen und versprach kein Regen bei über 10°C. Am Samstag morgen aber hat sich Petrus wohl doch über Franken aufgehalten, anstatt über Nordbaden, und es regnete in einer Tour. Unsere Klasse war mit 3 BMW M3 und 3 BMW 328 wieder sehr stark besetzt. Bei den Vorläufen von Nordbaden zum Südwestpokal standen wir nach der Rallye Calw hinter Michael Wild auf Platz 2. Ein Podiumsplatz musste also her um vorne bei der Musik dabei zu sein. Schon beim Abfahren der WP’s war uns sehr schnell klar, dass die Leistung der Autos zweitrangig zu bewerten war. Bei allen Teams waren die Räder am durchdrehen. Das Rezept lautete also mit kalkulierbarem Risiko und möglichst fehlerfrei die Zielflagge zu erreichen. WP1 wurde als Rundkurs gefahren, was den Einstieg in den Rallyesport dem Beifahrer zugute kam. In der ersten Runde sortierten wir das Timing der Ansagen, welches sich schnell einspielte. Nach der Zieleinfahrt waren die ersten Erfahrungen darin gemacht, wie es ist aus dem Seitenfenster nach vorne zu schauen, in jedem Gang durchdrehende Reifen zu haben und mit gefühlt überhöhter Geschwindigkeit und mit längst erwarteter Verzögerung vom Fahrzeug Kurven anzusteuern. Die große Vorfreude auf die zweite WP und den hörbarem Spaß im Inboardvideo sprechen für gute Beifahrergene. Auch ein Blick auf die Zeit ergab Platz 2 hinter Löffelhardt/Hess in der Klasse. Bei WP2 angekommen erwartete uns eine riesengroße Schlange vor dem Start. Die Bedingungen auf dem Sprint waren so schlecht, dass etliche Teams rechts und links von der Strecke rutschten und geborgen werden mussten. Gott sei dank blieb es bei der gesamten Rallye nur bei Blechschäden. Wir fuhren die WP besonnen und erwischten die richtigen Stellen mit dem nötigen Grip und konnten auf Platz 1 in der Klasse vorfahren. Auf WP3, wieder ein Rundkurs, konnten wir die Führung auf knapp 5 Sekunden ausbauen. Team131/133 Löffelhardt/Hess legten auf WP 4 + 5 so gut nach, dass Sie P1 mit 5 Sekunden Vorsprung zurück eroberten. Auf der kürzesten und rutschigsten WP galt es nun die Nerven zu bewahren. Konzentriert steuerten wir das Auto über die Kuppen und matschigen Wegen und konnten die Rallye mit P1 und 1,3 Sekunden Vorsprung in der Klasse gewinnen. P8 im Gesamt rundete den gesamten Tag und den Einstand als Beifahrer entsprechend ab. Martin erwies sich als guter Beifahrer bereits mit dem Blick auf einen weiteren Einsatz. Ein Lob an die Organisatoren und Helfer der Frankenlandrallye. Trotz schlechter Bedingungen und vielen Ausfällen hatte Sie die Situation stets im Griff. Danke auch an die Familie und Freunde, die uns bei der Kälte an der Strecken mit dem ersten Glühwein der Saison angefeuert haben.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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