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Weingarten (Baden): Was ist bei einem Sterbefall zu tun?

Pressemeldung vom 26. November 2013, 14:25 Uhr

Informationsgespräch mit Martha Sebold beim Ortsseniorenrat
Kein Mensch weiß, wann und unter welchen Umständen er abberufen wird. Kommt der Tod überraschend, so
sind nicht selten die Angehörigen überfordert. Was ist dann zu tun? Der Ortsseniorenrat hat sich dieses
Themas angenommen und mit Martha Sebold, Inhaberin des Weingartener Bestattungsunternehmens Sebold,
professionelle Information angeboten. In lockerer Gesprächsrunde war am Montagnachmittag im Turmzimmer
Gelegenheit für die Bevölkerung, die Expertin alles zu fragen, was sie schon immer wissen wollten. Das
Gespräch wird an dieser Stelle zusammenfassend und auf die Eckdaten beschränkt wiedergegeben.
Stirbt ein Mensch, muss als erstes der Arzt gerufen werden. Im Krankenhaus ist der Arzt vor Ort. Stirbt er
dagegen zu Hause, kommt der Hausarzt, notfalls auch nachts. Er kommt sofort, stellt den Tod fest und kommt
einige Stunden später wieder. Erst dann sind die Leichenflecke als untrügliches Zeichen sichtbar und erst jetzt
kann er den Totenschein ausstellen. In vierfacher Ausfertigung: blau für den Bestatter, rosa für das
Krematorium, grau für das Gesundheitsamt und gelb für eine eventuell notwendige Untersuchung in der
Gerichtsmedizin.
Dann wird der Bestatter gerufen. Der Tote wird abgeholt, im Normalfall bleibt er aber noch ein paar Stunden
im Haus, damit sich die Angehörigen in Ruhe verabschieden können. Im Pflegeheim geschieht dies in der
Regel nicht vor 21 Uhr, um die anderen Bewohner nicht zu verstören.
Dann sind einige Dinge zu klären:
Frau Sebold kommt ins Haus, alternativ ist auch eine weniger emotionale Besprechung in ihrem Büro möglich.
Geklärt wird, ob Sarg oder Urne. Ein Sarg der eingeäschert wird, kann sehr einfach gehalten sein. Die
Bekleidung des Toten kann gerne seinem persönlichen Wunsch entsprechen, Hochzeitsanzug oder ähnliches.
Ist dies nicht mehr möglich, ist ein neutrales Hemd, das notfalls auch am Rücken offen ist, eine Alternative.
Dann benötigt der Bestatter Papiere: Geburtsurkunde und Heiratsurkunde, evtl. Sterbeurkunde des
Ehepartners, Abstammungsurkunden der Kinder. Normalerweise zusammengefasst im Familienstammbuch.
Verstirbt ein Kind bedarf es der Heiratsurkunde der Eltern, bei einem Ausländer der Aufenthaltsgenehmigung.
Die erforderlichen Unterlagen sind von den Standesämtern in der jeweiligen Stadt anzufordern, in Weingarten
sind Annette Hafermann oder Melanie Ludwig die richtigen Ansprechpartner.
Ferner ist zu tun:
Einen Beerdigungstermin ausmachen in Absprache mit der Friedhofsverwaltung und einen Pfarrer
organisieren. Auch das kann der Bestatter übernehmen.
Blumenschmuck fürs Grab wird in Weingarten mit den örtlichen Blumengeschäften vereinbart.11/156
Ist kein Grab vorhanden, so wendet sich der Angehörige an die Friedhofsverwaltung bei der Gemeinde. Dort
kann er sich über die verschiedenen Möglichkeiten und die Kosten informieren. Alles andere läuft genauso ab.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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