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Weingarten (Baden): Was bringt das Eierwerfen an Halloween?

Pressemeldung vom 22. Oktober 2013, 11:42 Uhr

Aus dem katholischen Irland stammt der Brauch, dass Kinder am 31. Oktober, am Abend vor Allerheiligen, an „All hallows even“ von Tür zu Tür zu gehen und um Süßigkeiten betteln. Er kam mit den Auswanderern nach Nordamerika und wurde dort kräftig ausgebaut. Mit der Aufforderung, Süßes zu geben, wurde auch die Drohung verbunden, sonst Streiche zu spielen: „trick or treat“ („Süßes oder Saures“). Eine andere Version berichtet, Halloween gehe auf einen keltischen Brauch aus dem alten England von vor 2000 Jahren. Damals glaubten die Menschen, dass in dieser Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November die Seelen der Verstorbenen aus ihren Gräbern als Geister auf die Erde zurückkehrten, um in ihren Häusern herumzuspuken. Mit schaurigen Verkleidungen versuchten sie diese Geister zu vertreiben. In Anlehnung an die Geschichte des ruhelosen Jack O’Lantern, einem schlauen Iren, der den Teufel betrogen hat, darum keine Ruhe im Grab findet und zur Strafe mit einem ausgehöhlten Kürbis mit einer glühenden Kohle umherlaufen muss, kam das Aufstellen von Kürbisgesichtern dazu. Seit den 90er Jahren ist die Halloween-Welle auch nach Deutschland geschwappt – und wird leider oftmals übertrieben. Das Motto „Süßes oder Saures“ verkehrt sich in Streiche, die letztendlich nichts anderes sind als Sachbeschädigungen und Vandalismus. Wozu soll es gut sein, Hauswände mit Eiern zu bewerfen? Oder Autos mit Rasierschaum einzusprühen, wenn gar nicht um Süßigkeiten gebettelt wurde? Oder sollen auf diese Weise Geister vertrieben werden? Das macht keinen Sinn und bringt eigentlich nur Ärger. Ähnlich wie in der Walpurgisnacht zum 1. Mai haben solche „Scherze“ in den letzten Jahren zugenommen und haben nichts mehr mit Halloween-Feiern zu tun. Durch die klebrige Substanz entstehen Schäden an den Hauswänden, die nur mit viel Mühe und Kosten wieder wegzubekommen sind. Und selbst wenn nicht, dann sind solche Schmierereien einfach nur lästig und eklig. Die Eltern werden gebeten, das ihren Kindern zu vermitteln und in diesem Sinne auf sie einzuwirken.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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