Energiewechsel

Weingarten (Baden): Wartungsarbeiten am Wasserrad

Pressemeldung vom 26. Mai 2014, 14:06 Uhr

Fast wie Gebilde einer Tropfsteinhöhle sehen sie aus und sind auch von ähnlicher Beschaffenheit: Die
mehrere Zentimeter dicken Salz- und Kalkablagerungen, die dem Wasserrad in Weingartens Walzbach zu
schaffen machen. Um das Rad am Laufen zu halten, müssen sie in regelmäßigen bergmännisch abgebaut
werden. Winfried Schöffler und Karl-Heinz Hettler sind zwei Mitglieder eines „Wasserrad-Teams“ des Bürger-
und Heimatvereins, das sich die Pflege und Wartung dieser Installation zur Aufgabe gemacht hat. Zum Team
gehören weiter Diplomingenieur Paul Wolf, der federführend an Entwurf und Konstruktion dieses
„Zuppinger-Wasserrads“ beteiligt war, sowie Joachim Rapp und Klaus Schünemann. An diesem Vormittag
sind Schöffler und Hettler dabei, mit Schaber und Bohrhammer die Verkrustungen zu entfernen. Das
Eichenholz der Schaufeln wird durch mitgeführten Sand im Lauf der Zeit abgetragen, immer wieder geraten
im Wasser mitgeschwemmte Äste zwischen die Schaufeln und beschädigen sie. Dasselbe gilt für die
Gitterstäbe an den beiden Feinrechen am Kähnereinlauf sowie direkt vor dem Rad. Vier abgebrochene Stäbe
waren wieder anzuschweißen. Die stark mitgenommenen vordersten Teile der Schaufeln werden nun nach
und nach durch Kunststoffteile ersetzt. Ihr Vorteil: Moos und Algen setzen sich zwar noch ab, sind aber
wesentlich leichter zu entfernen als von Holz. „Nach ein paar Monaten ist nicht mehr zu sehen, dass das
Kunststoff ist“, räumt Schöffler etwaige optische Bedenken von vornherein aus. Bereits im Vorfeld haben sich
die Männer des technischen Innenlebens des 3,30 Meter hohen Rades angenommen und am
„Planetengetriebe“ einen Ölwechsel vorgenommen. Am Stirnradgetriebe wurde der Ölstand kontrolliert, denn
nur ein gut geöltes Rad läuft reibungslos und bringt die erwartete Stromeinspeisung. Zwei mal jährlich leistet
das Team diese Knochenarbeit, das Material wurde von Firmen gespendet.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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