Energiewechsel

Weingarten (Baden): Spiel und Spaß mit Hund und Pferd

Pressemeldung vom 6. August 2013, 14:38 Uhr

Für die beiden Australian Shepardhunde „Rose“ und „Joy“ und den sanftmütigen Labrador „Paul war es ein
aufregender Tag. Und ein anstrengender noch dazu. 15 Kinder waren mit großen Erwartungen auf die Koppel
„Am Graben“ gekommen, um einen herrlichen Tag mit Pferden, Hunden und tollen Spielen zu verbringen.
Eingeladen hatte der Verein „MuTiG“ zu seinem ersten Ferienspaßprogramm. „Wir wollen heute Kindern den
Umgang mit Tieren nahe bringen“, erklärt die Vorsitzende Petra Seitz. In kleinen Anfängen sollen sie erfahren,
was ein Tier fühlt, erspüren, was es will, was ihm Spaß macht und was es nicht will.“ Petra Seitz kommt aus
der Physiotherapie und hat eine Zusatzausbildung zur tiergestützten Therapie. Langfristig will sie mit „MuTiG“
in Weingarten eine gemeinsame Betreuung behinderter und nicht behinderter Kinder einrichten und
veranstaltet zu diesem Zweck „Aktionstage“ auf ihrer Koppel, in die auch dieser Ferienspaßtag einzureihen
war. Die erste Aufgabe der Kinder war, den Hund dazu zu bringen, über ein kleines Hindernis zu springen –
und nicht daran vorbei zu rennen. „Du nimmst jetzt ein Leckerli in die Hand, zeigst es ihm und läufst selber los.
Du läufst am Hindernis vorbei, der Hund muss drüber springen“, erklärte Hanna, eine der Betreuerinnen, und
drückte jedem Kind eine Handvoll kleine Hundenaschereien an die Kinder. „Wenn er es gemacht hat, gibst du
ihm das Leckerli“. Hunde und Kinder rannten mit Begeisterung. Aber das Wetter war sehr warm und alsbald
begannen „Rose“ und „Joy“ zu hecheln. „Auch das gehört dazu, dass Kinder sehen, dass Tiere kein Spielzeug
sind sondern Lebewesen, die Rücksicht brauchen“, erklärte Petra Seitz. Natürlich hatten die Sechs- bis
Achtjährigen volles Verständnis und gönnten den Vierbeinern eine Pause. „Ich finde die Hunde so süß“, sagte
Jana und Marie-Julie schaute zu, wie die Betreuerinnen den beiden mit kaltem Wasser das dicke Fell
abkühlten. Um das Ganze nicht zum Stress ausarten zu lassen, hatten die Betreuer eine Reihe von Spielen
parat. Spiele zum Fangen und Toben wechselten mit Konzentrationsforderungen wie Zielschießen mit der
Wasserpistole oder Büchsenwerfen, bevor auch die Pferde zum Einsatz kamen. Die jungen Reiter hielten die
Zügel in der Hand und veranlassten das Pferd, zu gehen, auch wenn die Betreuer aus Sicherheitsgründen die
Tiere an der Leine führten. Über die „Wippe“ gehen Pferde nicht gern, auch wenn sie sie schon kennen,
ebenso wenig durch das Tor mit den Flatterbändern. Jetzt waren Einfühlungsvermögen und Geduld gefragt.
Spüren, wann das Pferd sich sträubt und warum, und ihm die Zeit geben, die es braucht.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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