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Weingarten (Baden): Regionale Entwicklung bei den Beruflichen Schulen ist von Transparenz und Einvernehmen geprägt

Pressemeldung vom 10. September 2013, 12:53 Uhr

Landrat: nicht als Wahlkampfthema missbrauchen
Kreis Karlsruhe.“Die regionale Schulentwicklung auf dem Gebiet der Beruflichen Schulen im
Regierungsbezirk Karlsruhe ist von großer Transparenz und Einvernehmen geprägt und darf nicht als
Wahlkampfthema missbraucht werden“, sagt Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und nimmt damit Bezug auf
die aktuell entfachte Diskussion um Schließungen und Verlagerung von Berufsschulklassen im Stadt- und
Landkreis Karlsruhe. Wo welche Angebote vorgehalten und Klassen eingerichtet werden, werde im Interesse
der Schüler und eines verantwortlichen Ressourceneinsatzes unter Federführung des Regierungspräsidiums
sehr sachlich und unaufgeregt auf Verwaltungsebene unter Einbeziehung der Schulträger und Schulleiter
besprochen: Zunächst in Fachausschüssen und danach auf einer jährlichen großen Regionalkonferenz – und
auch die kommunalen Gremien werden mit evtl. Änderungen befasst. „Dieses konsensorientierte Verfahren
hat sich über Jahre bewährt“, stellt der Landrat fest. Völlig klar sei, so der Landrat weiter, dass jeder Träger
größtes Interesse habe, seine Berufsschulen durch breit gefächerte Angebote so attraktiv wie möglich zu
machen, gleichwohl dürfe man die Realität nicht aus den Augen verlieren: Wenn zum Beispiel die
Mindestschülerzahl beim Berufsbild des Kaufmanns im Groß- und Außenhandel an der Wilhelm-Röpke-Schule
Ettlingen in der Vergangenheit nur durch die Vermittlung von Schülern aus der Karlsruher
Ludwig-Erhard-Schule erreicht werden konnte gehe es völlig in Ordnung, wenn diese Fachklasse künftig in
Karlsruhe angesiedelt wird, zumal eine weitere Kaufmann-Klasse von Auszubildenden der ZG Raiffeisen am
Standort Ettlingen verbleibt und in Ettlingen im Gegenzug und als Ausgleich von Karlsruhe die Fachklasse der
Kaufleute für Dialogmarketing erhält. „So etwas gelingt nur, wenn man ein Klima der Offenheit und des
gegenseitigen Vertrauens pflegt und wenn allen bewusst ist, dass oberstes Ziel ein optimales Schulangebot in
der Region ist und nicht auf Biegen und Brechen alle möglichen Angebote vor Ort vorzuhalten“, betont Landrat
Dr. Christoph Schnaudigel, zumal aufgrund der guten Erreichbarkeit der Beruflichen Schulen mit öffentlichen
Personennahverkehrsmitteln die Standortfrage sowieso in den Hintergrund trete. Für ihn wäre es deshalb das
schlechteste, wenn einzelne Standorte hochgerüstet werden und sich gegenseitig die Schüler abspenstig
machen. Er plädiert deshalb, beim lokalen Angebot und bei den Einzugsgebieten der Berufsschulen nicht
Probleme und Animositäten herbeizureden, die es in der Realität gar nicht gebe. Für den Landrat könne die
erfolgreiche und seit vielen Jahren bewährte Praxis der regionalen Abstimmung im Bereich des
Berufsschulwesens viel mehr als Vorbild für Abstimmungsprozesse im Bereich der allgemeinbildenden
Schulen dienen.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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