Energiewechsel

Weingarten (Baden): Preisträger von „Jugend musiziert“

Pressemeldung vom 28. Oktober 2014, 14:32 Uhr

„Konzerte von Jugend musiziert gehören zu unserem Kerngeschäft“, sagte der Vorsitzende der Weingartner Musiktage, Stefan Burkhardt, „denn dieser Wettbewerb ist die Kaderschmiede erfolgreicher Musiker und die Weingartner Musiktage haben gerade den Anspruch, jungen Künstlern ein Podium zu geben“. Der junge Pianist Till Hoffmann betrat als erster die Bühne beim „Konzert der Preisträger“. Sehr einfühlsam eröffnete er mit einem Stück in D-Dur von Johann Sebastian Bach als sei Musik etwas sehr Kostbares, mit dem er behutsam umzugehen habe. Im krassen Gegensatz dazu standen die nachfolgenden Stücke von Alfred Schnittke „Improvisation und Fuge“, und Rachmaninow. Harte und grelle Klänge, wenig melodiös, aber in rasendem Tempo zu spielen, verlangten dem 19jährigen alles ab. Till, in der Vergangenheit mehrfacher Bundeswettbewerbspreisträger, und zuletzt mit der Höchstpunktzahl in Klavier Solo bewertet, blieb souverän und der Beifall reichte für drei „Vorhänge“. Ein nicht alltägliches „Trio Arundo“ sind Simon Doll, Jan-Niklas Doll und Tobias Späth, 19 und 20 Jahre alt mit ihren Instrumenten Oboe, Klarinette und Fagott. „Animé“ von Heitor Villa-Lobos hieß das erste, dem zwei Sätze aus den „Arabesken“ von Paul Juon folgten. In hervorragendem Zusammenspiel interpretierten sie die etwas spröden aber witzigen Stücke und bewiesen nicht nur handwerkliche Perfektion sondern auch Humor und Musikverständnis, Schwieriges hörenswert zu gestalten. 2013 war das Trio auf Einladung des Deutschen Musikrates auf Konzertreise in Lissabon. Die 16jährige Cellistin Rebecca Falk ist Jungstudentin an der Musikhochschule Freiburg und konzertierte im Klaviertrio mit Benedikt Jeschke und Kezhen Wang bereits mehrfach im In- und Ausland. Jeschke und Falk waren mit der Brahms-Sonate e-moll op. 38 zu hören. Sie waren das einzige Ensemble mit einem nur klassischen Beitrag und überezugten mit einem ruhigen und gemessenen Auftritt. „Junge Leute können mit moderner Musik besser brillieren“, sagte Siegfried Blattner, Bläser im Musikverein Weingarten, „in der Klassik ist der Markt übersättigt“. Die beiden, die vom Landesmusikrat gefördert werden, kommen offensichtlich auf allen Ebenen zurecht. Beide komponieren auch selbst und als Trio erreichten sie einen Bundespreis für „Neue Musik“. Die jüngsten Musizierenden im Löwensaal waren das „Majol Trompetenquartett“ mit Annika Muras, Jon Vielhaber, Lucas Kassner und Manuel Schlierf, alle zwischen 13 und 16 Jahre alt. Sie begeisterten das Publikum mit einem mitreißenden Auftritt, beginnend mit einer forschen Intrada von Johannes Schultz (17. Jh). Die Vier bewältigten die sehr schnellen und schwierigen Stücke mit Bravour. Jeder einzelne ist mehrfacher erster Preisträger auch internationaler Wettbewerbe. Sie werden gemeinsam in Fellbach unterrichtet.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis