Energiewechsel

Weingarten (Baden): Neues Kinderbuch von Stephanie Hanel

Pressemeldung vom 10. September 2013, 13:01 Uhr

Wann beginnt ein Abenteuer? Bei Stephanie Hanel beginnt es genau beim Überschreiten der Grenze von
Vertrautem zu Unbekanntem. In ihrem zweiten Buch, „Linns Abenteuer“, lässt die Weingartner Autorin erneut
eine junge Heldin in einer außergewöhnlichen Situation auftreten. Wie bereits ihr erstes Werk („Eine
Bärengeschichte“) soll es ein Kinderbuch zum Vorlesen sein. Die Geschichte nimmt die Sicht des Kindes ein
und enthält dadurch höchstes Identifikationsangebot. Das kleine Mädchen Linn, „das sofort tut, was ihr in den
Sinn kommt“ entschlüpft in einem Augenblick der Langeweile und läuft in den Wald. Nur so, weil sie den Wald
liebt und es spannend findet, zu sehen, wie es hinter dem Gartentor weitergeht. Der Leser ahnt schon, was
kommt. Es wird noch deutlicher: „Immer auf dem geraden Weg laufen war nichts für Linn. Sie konnte sich
doch merken, wo sie abgezweigt war … oder nicht?“ Zwei Worte und ein Fragezeichen weisen auf die
ungeheure Spannung hin, die sich im Folgenden aufbaut und in einem kindgerechten Happyend wieder löst.
Auf dem Höhepunkt der Geschichte muss Linn eine Entscheidung treffen und darin steckt auch die Botschaft
der Geschichte: In besonderen Situationen sagt einem das Bauchgefühl, wem man vertrauen kann und wem
nicht. Keine Frage, Linn war leichtsinnig, aber so spontan sind Kinder eben. Und so gibt Stephanie Hanel in
ihrer atmosphärischen dichten Sprache auch allen Eltern und Erziehern einen Tipp, sich in das Kind
hineinzufühlen: „Linn liebte den Wald. Nur sie und die Bäume und das Rascheln im Laub und die
Sonnenstrahlen.“ Das Buch enthält zwei Geschichten ähnlicher Thematik. In beiden geht es ums Verlaufen
und um eine glückliche und hilfreiche Begegnung. Im Nachwort berichtet die Autorin von eigenen Erlebnissen
und gibt somit dem Buch eine persönliche, authentische Note. Illustriert werden „Linns Abenteuer“ wiederum
von Octavia Hanel. Ihre Skizzen sind ein wesentlicher Teil des Buches, denn sie zeigen meisterhaft die
Proportionen und stellen das Wichtige in den Fokus. Das Buch aus der edition „bilderbusch“ ist im
Buchhandel erhältlich.
Die Autorin charakterisiert Linn als ein Kind, das sofort tut, was ihm in den Sinn kommt. Unüberlegt. Der Leser
wird gepackt von der sprachlichen Dichte, mit der Stephanie Hanel in knappsten Sätzen andeutet, was
passieren wird. Immer auf dem geraden Weg laufen war nichts für Linn. Der Leser kann sich vorstellen was
passiert. Aber Linn verliert nicht den Mut. Sie erkennt ihre Chance und packt sie beim Schopf. Am Ende ist
alles gut.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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