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Weingarten (Baden): Neue Wohnstatt für die Gelbbauchunke

Pressemeldung vom 15. Juli 2014, 14:40 Uhr

Auffallend ist nur ihre Kehrseite: die Gelbbauchunke. Die Oberseite des unauffälligen Tierchens ist graubraun gefärbt und trägt flache Warzen, aber die Unterseite weist eine leuchtend gelbe Färbung auf. Die Augen sitzen oben auf dem Kopf und haben herzförmige Pupillen. Ihr Leben verbringt die Gelbbauchunke am liebsten in Pfützen, denn sie liebt flache, kleinräumige Gewässer, die keine Vegetation haben. „Denn“, erklärt Förster Michael Schmitt, „die Gelbbauchunke ist ein Einzelgänger. Sie sucht nur Habitate, in denen sie vor konkurrierenden Arten und Fressfeinden sicher sein kann.“ Gerne sei sie darum auch in den Spuren der Rückemaschinen zu finden, da die dort verdichteten Böden das Wasser halten. Begünstigt durch die schnelle Sonnenerwärmung dieser Kleinstgewässer braucht der Laich von der Ablage bis zum Schlüpfen der Jungtiere lediglich zwei bis drei Tage und solange hält die Feuchtigkeit in der Regel an ohne anszutrocknen. Da im Frühjahr 2013 das bisherige Habitat, ein Graben gegenüber der Gärtnerklause, versehentlich Bauarbeiten zum Opfer fiel, haben Förster Michael Schmitt und Hans-Martin Flinspach vom Amt für Umweltschutz im Landratsamt eine neue „Wohngegend“ für das Vorkommen ausgesucht. Im Gewann Bruch in der Nähe einer Geburtsbaumfläche wurde an zwei Stellen geeignete Habitate geschaffen, in dem sich die Gelbbauchunke gerne wieder ansiedeln wird. Weitaus mehr Gelbbauchunken sichte er zurzeit allerdings ohnehin nicht in der Nähe des Moors, sondern im Bergwald in den Distrikten Höheforst und Waldersteig, berichtet Förster Schmitt. Die Gelbbauchunke ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz „streng geschützt“.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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