Energiewechsel

Weingarten (Baden): Neue Duschen für die Jugend

Pressemeldung vom 27. August 2013, 14:13 Uhr

Mit dem Umbau und der Sanierung des gesamten Untergeschosses des Clubhauses hat die
Fußballvereinigung Weingarten nicht nur einen großen Kraftakt gemeistert, sondern auch zukunftsgerichtet
investiert. Von der Idee bis zur Inbetriebnahme seien fünf Jahre vergangen, sagte der Vorsitzende Gerhard
Fritscher, davon drei Jahre Bauzeit. Am Sonntag wurde die Leistung mit einer offiziellen Einweihung
gebührend gewürdigt. Von den Gesamtkosten von 350 000 Euro erhalte der Verein einen Zuschuss vom
Badischen Sportbund, den Rest tragen die Gemeinde zu einem Drittel, der Verein selbst zu zwei Dritteln.
Vorstandsmitglied und Bauleiter Marc Förderer erläuterte Fakten und Hintergründe. Steigende Energiekosten
einerseits und steigende Mitgliederzahlen bei den Jugendlichen andererseits hätten zum Handeln gezwungen.
Das Konzept beinhaltete, die alte und kaum noch benutzte Kegelbahn abzureißen, um Platz für Kabinen und
Duschen für die jugendlichen Sportler zu gewinnen. Damit wurden diese ins Gebäude integriert, die bisher in
einem separaten – ebenfalls unzureichenden – Gebäude untergebracht waren. Außerdem sollten Lagerräume
und Spielerzimmer geschaffen sowie der Schiedsrichterraum aufgewertet werden – angesichts des Aufstiegs
in die Kreisliga, in der ein Team von Schiedsrichtern auftritt, vorausblickend gerechtfertigt. Der restliche
Bestand der sanitären Anlagen sollte komplett saniert und die Heizung erneuert werden. Ein Kern von zehn
bis 15 Mitgliedern übernahm die kostenintensiven Gewerke wie Abbrucharbeiten, Herstellung der Innen- und
Trennwände, Montage der Unterzüge, Entwässerung, Erdarbeiten, Abdichtungen und mehr und erbrachte
rund 6800 Stunden an Eigenleistung. Der bisherige Energieträger Öl, berichtete Förderer, wurde durch Gas
ersetzt. Als Wärmeerzeuger wurde ein Blockheizkraftwerk mit Gas-Brennwerttherme eingebaut, eine Anlage,
die primär Strom und als Abfallprodukt Wärme produziert. Dadurch werden über 3000 Liter Öl pro Jahr
eingespart. Die dreijährige Bauzeit sei eine lange Zeit, aber angesichts des gewaltigen Umfangs der
ehrenamtlichen Leistung im Hinblick auf Kostenersparnis doch relativ kurz. Bürgermeister Eric Bänziger
gratulierte dem Verein zu dieser exzellenten Leistung und zu ihren ausdauernden Ehrenamtlichen, ohne die
das Vorhaben nicht zu stemmen gewesen wäre. Der CDU-Landtagsabgeordnete Joachim Kößler ergänzte,
das Ehrenamt sei „unbezahlt und unbezahlbar“. Mit drei Schüssen aus der Kanone des Schützenvereins war
die Einweihung offiziell vollzogen.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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