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Weingarten (Baden): Neubürger in Weingarten willkommen geheißen

Pressemeldung vom 7. Oktober 2014, 14:47 Uhr

Zahlreiche Teilnehmer beim informativen Ortsrundgang

Von September 2013 bis Juli 2014 seien in Weingarten rund 400 Personen zugezogen, fast ebenso viele seien wieder weggezogen, berichtete Bürgermeister Eric Bänziger beim Start des „Ortsrundgangs für Neubürger“. Rund 40 Männer, Frauen und Kinder nahmen an dem Rundgang teil, an dem sie Näheres über ihre neue Wahlheimat erfahren wollten. Bänziger eröffnete die Vorstellung Weingartens mit dem Hinweis auf die Weinlese und unterstrich die Bedeutung des Weinbaus für den Ort. Weingartens Flair mit dem offenen Bachlauf sei der Initiative einer Gruppe zu verdanken, die eine Komplettverdolung verhindert habe. Aus ihr sei der spätere Bürger- und Heimatverein hervorgegangen. Die derzeitige Einwohnerzahl von rund 10.000 solle langfristig nicht überschritten werden, das Baugebiet „Moorblick“ sei auf längere Sicht das Letzte. Darum solle der Dorfcharakter auch erhalten bleiben. Er warf einen Blick auf die größten Vereine des Ortes: Musikverein, TSV, Ringen und MSC, nannte die Turmberg-Rundschau als Infoquelle für alle Belange und nannte die einzelnen Fraktionen des Gemeinderates, die in fruchtbarer Zusammenarbeit Weingarten voranbringen. Dann erteilte der Bürgermeister Klaus Geggus, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Bürger- und Heimatvereins das Wort. Geggus gab eine kurze Zusammenfassung der Historie, beginnend bei der Gründung durch die Weißenburger Mönche über das Mittelalter, erwähnte Kriege, Pest und Hungersnot, den Wiederaufbau der Bevölkerung durch Schweizer Einwanderer und Weingartens Stellung als lebhafter Markt- und Handelsflecken. Die heutige Bundesstraße und die Landesstraße bildeten damals schon einen Verkehrsknotenpunkt. Der lebhafte Handelsverkehr erklärte die zahlreichen Gasthäuser, die alle in der Ortsmitte angesiedelt waren. Mehrere bedeutende Objekte wurden im Einzelnen besichtigt, darunter der Amtskeller und die beiden ältesten Weingartner Gasthäuser „Zur Krone“ und „Zum Goldenen Löwen“, die sich beide derzeit in Restaurierung befinden. Geggus berichtete über die jüdische Gemeinde, die eine Synagoge besessen hatte, über die fünf Mühlen im Ort und über die Tullabrücke, die die Straße zwischen Karlsruhe und Bruchsal endlich auch bei Hochwasser befahrbar machte. Der Rundgang endete bei der Winzergenossenschaft, wo Weinkönigin Anna I. und Geschäftsführer Frank Gauss mit verschiedenen edlen Tropfen die Neubürger erwarteten. Sie wurden mit einem Glas Chardonnay-Sekt bergrüßt, nach Champagnerart ausgebaut und das derzeit Beste, was der Winzerkeller zu bieten hat. Wer Interesse hat, in Weingarten selbst Weinbau zu betreiben, kann sich bei der Genossenschaft unter der Telefonnummer (07244) 70330 oder im Bürgerbüro unter 702065 melden. Die Gemeinde hat mehrere Weinberge in Besitz, die sie verpachtet, und die Volkshochschule bietet ein Weinbauseminar an. Nähere Informationen erteilt Achim Schäfer unter 737118 (AB) oder 8176.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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