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Weingarten (Baden): MEDIALE PEEPSHOW

Pressemeldung vom 22. Oktober 2013, 12:05 Uhr

Atemberaubend, was sich da in Limburg und vor allem um Limburg abspielt. Sicherlich ist da einiges schief gelaufen. Ebenso ist die Frage erlaubt, was sich der Bischof dabei gedacht hat, die eine oder andere Maßnahme dermaßen abzuwickeln. Und kleinere Badewannen tun’s auch. Aber dass Rundfunk und Fernsehen von Anfang an über den Bischof zu Gericht sitzen, dass man sich in den Redaktionsstuben hämisch über die Einschaltquoten freut und vor der Kamera auf besorgte Mine macht, dass Zeitungsleute ohne jede Rücksicht auf Privatsphäre die Unverfro-renheit besitzen, andern Fragen zu stellen, die sie sich selbst natürlich verbitten würden. Welche Verwahrlosung im Umgang mit der Privatsphäre in unserem Land. Das grenzt an die hochnotpeinliche Befragung der Inquisition. Demnächst wird jeder Bischof seine Unterhosenmarke bekanntgeben müssen. Natürlich kann man sagen, das ist heute so. Der Computer färbt ab, alles Wesent-liche spielt sich auf der Oberfläche ab. Allerdings gäbe es Maßnahmen gegen diese Oberflächlichkeit. Demonstrativer Zusammenhalt unter Christen würde Wir-kung zeigen. Wie in der Familie sollte es sein. Streiten miteinander, deutliche Kritik, wo sie hingehört. Aber nach außen halten wir zusammen. Da lassen wir uns nicht auseinanderdividieren, auch nicht von den Medien. Stellen Sie sich vor, alle Christen würden eine Woche lang keine Glotze einschalten. Das tut weh. Das regt zum Denken an. Und noch etwas. Die Forderungen nach mehr Transparenz haben ihre Berechtigung, mit Maß und Ziel. Warum ist diese Transpa-renz ausgerechnet für die Medien ein Fremdwort? Was tun die eigentlich so alles mit der Rundfunksteuer? Woher haben sie eine Information? Was hat die Information gekostet? Auf welchen Wegen haben sie die Information beschafft? Und seit wann haben sie die Information? Antworten darauf würden sehr viel Aufschluss geben über die nebulöse Suppe, in der Nachricht und Stimmungsmache oft nur schwer zu trennen sind. So wäre Vorverurteilung und Diskriminierung ein Riegel gesetzt.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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