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Weingarten (Baden): Märchen im Museum

Pressemeldung vom 1. Oktober 2013, 09:23 Uhr

Zu einem Nachmittag „Märchen im Museum“ hatte der Bürger- und Heimatverein am Sonntag die
Märchenerzählerin Angelika Lang von der „Märchenstube Sonnentor“ aus Blankenloch eingeladen. Vor allem
Kinder sollten sich angesprochen fühlen. Gekommen waren Erwachsene. Aber der professionellen Erzählerin
fiel es nicht schwer, ihr Programm kurzfristig auf den veränderten Zuhörerkreis umzustellen. Ihre erste
Geschichte war einem verbreiteten Märchenklischee angepasst: In einem geheimnisvollen Ambiente von
etwas orientalisch anmutenden Stoffen und Gerüchen begann sie. Dem ersten Märchen lag ein bekanntes
Grundmuster zugrunde: Ein Vater hat drei Söhne und will sein Weingut vererben. Der jüngste Sohn ist zwar
der dümmste, aber der gutmütigste und rechtschaffenste und wird belohnt. Dass es sich um Winzersöhne
handelte, war zweifellos eine hommage an ihren Auftrittsort in einem Weindorf. Die zweite Geschichte war das
Grimmsche Märchen vom armen Schuster und den Wichtelmännchen. Die dritte Erzählung war eine
spannende Sage, in der es um die Weingartener Burg Schmalenstein ging, unter deren Grundmauern ein
Schatz vergraben lag. Auch die Erwachsenen verstand die Erzählerin zu fesseln. Ihre Erzähl- und
Darstellungsfähigkeit, eine puppenspielerische Einlage und die teilweise Einbeziehung des Publikums
machten die Märchen lebendig und bereiteten den Zuhörern sichtlich Vergnügen. Die Blankenlocherin bietet in
ihrem Atelier „Sonnentor“ Kindergeburtstage an, bei denen im Anschluss an ihre Erzählung die Kinder
eingeladen sind, die Märchen zu spielen, anhand von Puppen oder eigenen Kostümen. Ein Projekt, das aber
erst noch im Werden sei, verriet sie, sei, solches Spiel auch mit Senioren zu betreiben. Sie plant, als
Unterstützung der Demenzarbeit im Pflegeheim den erkrankten Menschen bekannte Märchen vorzutragen
und anschließend mit ihnen zusammen nachzuspielen.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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