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Weingarten (Baden): Landschaftserhaltungsverband informierte über Förderung des Obstbaumschnitts

Pressemeldung vom 18. Februar 2015, 09:30 Uhr

Bruchsal. Auf überwältigendes Interesse stieß die Veranstaltung zum Thema Streuobstförderung, zu der der Landschaftserhaltungsverband (LEV) Landkreis Karlsruhe e.V. ins Landwirtschaftsamt Bruchsal eingeladen hatte. Aus dem ganzen Landkreis waren private Besitzer und Bewirtschafter von Streuobstwiesen sowie zahlreiche Vertreter von Kommunen und Vereinen gekommen, um sich über das neue Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg für den Obstbaumschnitt in Streuobstwiesen zu informieren. Als fachkundigen Referenten hatte der LEV Christian Bühler vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Referat Garten-, Obst- und Weinbau, gewinnen können. Nach einer kurzen Begrüßung durch Thomas Kuppinger und Beate Fröhlich vom LEV gab Bühler zunächst einen Überblick über die Streuobstkonzeption des Landes, um anschließend das neue Förderverfahren für den Baumschnitt ausführlich zu erläutern. So kann der fachgerechte Schnitt großkroniger Streuobstbäume im Außenbereich mit einer Stammhöhe von mindestens 1,40 Metern mit 15 Euro honoriert werden. Um die Förderung zu erhalten, können Kommunen, Mostereien, Vereine, Initiativen und Gruppen von mindestens drei Privatpersonen Sammelanträge stellen. Mit jedem Sammelantrag ist ein fünfjähriges Schnittkonzept einzureichen, das mehrere Flurstücke mit zusammen mindestens 100 und höchstens 1.500 Streuobstbäumen umfasst. Die einzelnen Flurstücke sind in einer Karte oder einem Luftbild kenntlich zu machen. Es ist anzugeben, in welchem Jahr und auf welchem Flurstück wie viele Bäume geschnitten werden. Der Zuschuss kann im Förderzeitraum zweimal pro Baum ausbezahlt werden. Für die erste Förderperiode ab dem Winter 2015/16 stellt das Land zwei Millionen Euro bereit. Sammelanträge können bis zum 15. Mai 2015 beim Regierungspräsidium gestellt werden. Unter www.landwirtschaft-bw.info/pb/MLR.Streuobst,Lde/Startseite/Foerderung/Foerderung+Baumschnittkönnen die Antragsunterlagen heruntergeladen werden. Falls nicht alle Sammelanträge vom Land gefördert werden können, erfolgt eine Priorisierung anhand der eingereichten Schnittkonzepte. „Mit der Förderung des Baumschnitts will das Land die Arbeit der Menschen wertschätzen, die Streuobstbäume pflegen und so einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der landschaftsprägenden Streuobstwiesen leisten“, hob Christian Bühler zum Abschluss hervor. Beate Fröhlich bedankte sich im Namen des LEV beim Referenten und den Besuchern für die gelungene und informative Veranstaltung. Im Hinblick auf die Bewirtschaftung der Streuobstwiesen im Landkreis Karlsruhe war sie sich sicher, dass die Förderung des Baumschnitts dazu beitragen wird, noch mehr Streuobstbäume als bisher stabil und vital zu erhalten.

Quelle: Gemeinde Weingarten (Baden)

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