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Weingarten (Baden): Konrad Breindl erhielt die Landesehrennadel

Pressemeldung vom 26. November 2013, 14:26 Uhr

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Elisabethenvereins erhielt der langjährige Vorsitzende Konrad
Breindl die hohe Auszeichnung der Landesehrennadel. Bürgermeisterstellvertreter Gerhard Fritscher hat die
Ehrung vorgenommen.
Drei Dinge nannte Fritscher, die das Leben Konrad Breindls und sein Wirken in der Gemeinde wesentlich
geprägt haben: Die Vereinsarbeit im Elisabethenverein, die Zugehörigkeit zu Kolping und sein Einsatz als
Schulpartner für die Grund- und Hauptschule. Für Kolping und den Elisabethenverein sei Breindl „als Vorbild
für Vereinsarbeit par excellence“ anzusehen. Breindl habe den Elisabethenverein übernommen zu einer Zeit,
als es in Weingarten noch eine Krankenpflegestation gab, die von diesem Verein betrieben wurde, und ihn bis
zum Juli 2012 verantwortlich geleitet. In rührender Fürsorge habe er sich der Schwestern angenommen. Er
baute das Haus in der Schillerstraße nach ihren Bedürfnissen um und integrierte eine Kapelle. Am
Zusammenschluss des Vereins mit der Sozialstation war er maßgeblich beteiligt und hat mit den Schwestern
hoch qualifiziertes und hoch motiviertes Personal eingebracht. Nicht minder stark hat sich der selbständige
Schreinermeister und Vater von sechs Kindern im Bundesverband des Kolpingwerks für die
Lehrlingsausbildung eingesetzt, insbesondere für Jugendliche, die auf Grund ihrer äußeren Lebensumstände
keine Möglichkeit gehabt hätten, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Es war Konrad Breindl immer ein
Anliegen, auch Mädchen für einen Handwerksberuf zu begeistern und hat viele Mädchen im eigenen Betrieb
zu Schreinerinnen ausgebildet. Im Sinne Adolf Kolpings gab er ihnen nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern
darüber hinaus einen Platz in der eigenen Familie. Sein Einsatz für Bildung junger Menschen führte ihn zur
Übernahme einer Partnerschaft mit der Weingartener Grund- und Hauptschule, mit der er das Modell
„Orientierung im Beruf“ auf die Beine stellte. Zusammengefasst, sagte Fritscher, bildeten
„Jugend-Beruf-Soziales-Glaube“ bis heute den Mittelpunkt im Leben des Familienmenschen Breindl. Durch die
Verleihung der Landesehrennadel wer dieses besondere Engagement im Ehrenamt anerkannt und
wertgeschätzt. Sichtlich bewegt dankte der Geehrte. Aus seinen Worten sprach Dankbarkeit über das, was er
von Kolping selbst erfahren durfte und was er in dessen Sinne weitergegeben habe. Dankbar sei er
gegenüber dem Präses Fröhlich, der ihn 1946 ins Kolpingwerk berufen habe und gegenüber dem Weingartner
Pfarrer Bruno Hill, der ihm sehr viel gegeben habe. Der jetzige Vorsitzende des Elisabethenvereins, Georg
Busch, sagte, er freue sich sehr für Konrad Breindl. Es sei sein Elisabethenverein, den er geprägt und so viele
Jahre getragen habe. Er danke auch Breindls Frau Emma für ihre Unterstützung über diese lange Zeit. Pfarrer
Jürgen Olf gratulierte im Namen der Pfarrgemeinde. Breindl habe den Schwestern viel Gutes gegeben, aber
er sei ein Kolpianer durch und durch. Die Nadel sei mehr als verdient.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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