Energiewechsel

Weingarten (Baden): Kompakte Informationen in der Bürgerversammlung

Pressemeldung vom 1. Dezember 2015, 14:30 Uhr

Keine Stunde dauerte die Bürgerversammlung, dann blieben keine Fragen offen. Zumindest wurden keine geäußert. Aber auch keine Kommentare, keine Widersprüche, Wünsche, Anregungen, Bedenken. So kompakt wie möglich und so ausführlich wie nötig hatte Bürgermeister Eric Bänziger die Schwerpunkte dargestellt, die Weingarten derzeit beschäftigen. Sukzessive wird der Ausbau von Breitband vorangetrieben. Der Landkreis errichtet das Backbone. Von fünf Übergabepunkten aus werden Glasfaser Straße für Straße bis in jedes Haus gelegt. Das Investitionsvolumen von 12 Millionen Euro wird etwa zur Hälfte durch das Land gefördert. Der Hausanschluss erfolgt sofort, muss aber erst bezahlt werden, wenn der Hauseigentümer die Nutzung beantragt. Einmalig sind dann 349 Euro zzgl. MwSt. zu bezahlen. Das Nahwärmenetz soll ausgebaut und das Sanierungsgebiet „Ortsmitte“ miteinbezogen werden. Das Baugebiet „mittendrin leben“ wird über einen Anschluss- und Benutzungszwang in jedem Fall angeschlossen. Die Vorteile seien die Erzeugung von regenerativer Energie durch Holz aus dem eigenen Wald und eine Versorgungssicherheit durch Unabhängigkeit von Gas und Öl. Voraussetzung für Wirtschaftlichkeit sei allerdings eine Mindestanschlussquote von 60 Prozent der Haushalte im Sanierungsgebiet, die es zu erreichen gelte. Im Weiteren erläuterte Bänziger den Sachstand der derzeit aktuellen Baugebiete „Moorblick“, „Sport- und Kulturzentrum Walzbachhalle“, „Kirchberg-Mittelweg“, „mittendrin leben“, und „Gewerbegebiet Sandfeld“. Aktuelle Bauvorhaben seien derzeit der Lärmschutzwall, für dessen Aufschüttung die Rodungsarbeiten begonnen haben. Der Wasserhochbehälter soll 2016 eingeweiht werden. Auch die Straßensanierungsvorhaben Burgstraße und Kirchstraße waren den Zuhörern bereits bekannt. Die Sanierung Burgstraße habe sich zeitlich verschoben und hinter dem zweiten und dritten Bauabschnitt stehen Fragezeichen, sagte Bänziger, denn der Bau der Flüchtlingsquartiere erfordere erheblichen finanziellen Aufwand. Wirklich neu war die Vorstellung des Sanierungsvorhabens Jöhlinger Straße auf 1670 Meter Länge bis zur Carix-Anlage. Die Bauzeit sei auf zwei Jahre avisiert, eine Vollsperrung sei höchstwahrscheinlich unumgänglich. Notwendig sei die komplette Erneuerung der (Haupt-)Wasserleitung und der Hausanschlüsse. Breitband soll verlegt werden und geklärt werden müsse noch die Parkplatzkonzeption, Tempo 30 und der Lärmschutz. Das alles sei im Gemeinderat zu beraten. Letzter Tagesordnungspunkt war die aktuelle Flüchtlingssituation. Bis Ende 2016 rechne er mit bis zu 500 Personen, die in Weingarten in GU und AU unterzubringen seien. Bänziger bezeichnete die vom Gemeinderat beschlossenen Standorte und machte deutlich, dass die Gemeinde jedes einzelne ihr angebotene Objekt prüfen und das Ergebnis erst nach Abschluss der nichtöffentlichen Beratung bekannt geben werde. Es sei vorgekommen, dass Hauseigentümer ihr Angebot auf Druck der Nachbarschaft zurückgezogen hätten. Er beendete seinen Vortrag mit der Aussicht, dass aufgrund der angesprochenen Projekte auf die Gemeinde enorme Kosten zukommen werden.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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