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Weingarten (Baden): Kinder der Ferienbetreuung besuchen den Bauernhof

Pressemeldung vom 14. April 2015, 16:18 Uhr

Obwohl Weingarten mit rund zehntausend Einwohnern immer noch ein „Dorf“ ist, ist ein Besuch im Kuhstall für viele Kinder keine Selbstverständlichkeit mehr. Grund genug für die Mitarbeiter der gemeindlichen Ferienbetreuung, die ihren Schützlingen immer ein interessantes und lehrreiches Programm bieten, einen Besuch auf dem Bauernhof zu vereinbaren. Rund ein Dutzend Grundschüler machten sich in Begleitung von Jörg Knobloch und den beiden derzeitigen FSJlerinnen auf Schusters Rappen auf den Weg zu Familie Holzmüller in die Siedlung „Sohl“. Maria Holzmüller erwartete die muntere Schar bereits und der erste Gang führte in den Kuhstall. Ein lautes Muhen war zu hören. Große kräftige Kühe standen dort, einige hatten schon etwas größere Kälbchen bei sich, eine andere wird deutlich sichtbar in Bälde eines bekommen. Zwei Kälber im Teeniealter hatten bereits eigene Boxen. „Wir halten Mutterkühe“, erklärte Maria Holzmüller, „und darum werden sie nicht gemolken, sondern lassen die Kälber ihre Milch trinken“. Die Kinder zeigten zwar keine Scheu, aber doch gewissen Respekt und die Aussicht, von den großen Tieren mit rauer Zunge womöglich abgeleckt zu werden, begeisterte keinen. Doch sie hörten mit Interesse, dass die Zunge deshalb so rau sein müsse, damit die Grashalme besser zu festzuhalten und ins Maul zu befördern seien. So tief ins Detail zu gehen, bis zum Vorgang des Wiederkäuens, hatten die Kinder selten Gelegenheit. „Und was fressen sie im Winter?“ lautete die nächste Frage. Logischerweise Heu, aber auch Kraftfutter aus Mais und Getreideschrot. Wiederum war es spannend zu hören, dass dieser Schrot nichts anderes sei, als ein Vollkornerzeugnis, das manche Mutter, die selber Brot backt, ebenfalls verwendet. Vor diesem Hintergrund, zusammen mit der Wanderung, passe das Thema auch gut in das Jahreskonzept der Hortbetreuung, das in diesem Jahr „gesund und fit“ laute, meinte Jörg Knobloch. Erklärungen, wie eine Sämaschine funktioniert und wozu der Bauer einen Miststreuer braucht, bildeten den zweiten Teil des interessanten Vormittags. Wozu der Mist aufs Feld muss, wussten aber manche schon: „Der hilft beim Wachsen“.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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