Energiewechsel

Weingarten (Baden): Infoveranstaltung zum BP Deponie Dörnig

Pressemeldung vom 15. Dezember 2015, 15:24 Uhr

Auf wenig Interesse stieß die Informationsveranstaltung für die Bürgerbeteiligung zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Bauschutt- und Bodenrecyclinganlage Dörnig“. Ganze zwei Zuhörer hatten den Weg ins Rathaus gefunden, als die Planerin Elke Gericke das Vorhaben noch einmal erläuterte, das der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung beraten und beschlossen hatte. Der Gemeinde gehe es einerseits darum, dass die Deponierekultivierung abgeschlossen sei und rechtlich in die Nachsorgephase übergehe und andererseits um den Erhalt und den dauerhaften Betrieb der Recyclinganlage. Der Betreiber der Anlage, die Firma Mineralix, beabsichtige eine Erweiterung der Anlagen, ohne in den Deponiekörper einzugreifen und unter geringstmöglicher Störung des Landschaftsbildes. Die Fläche, die bereits im Regionalplan als Deponie eingetragen sei, bemesse knapp 80.000 Quadratmeter und werde nicht größer, lediglich die Nutzfläche werde deutlich nach hinten ausgeweitet, denn eine Verdoppelung der Umschlagmengen sei zu erwarten. Die unterschiedlichen Höhen des Plateaus werden durch Aufschüttungen ausgeglichen und besser organisiert. Der Grünsammelplatz bleibe erhalten, die Zufahrt werde optimiert, erklärte die Planerin. Außerdem werde eine Halle mit Pultdach zur Lagerung witterungsempfindlicher Stoffe errichtet. Bürgermeister Bänziger betonte, es handele sich in keinem Fall um radioaktives Material. Es gehe um Kehricht von der Straßenreinigung und anderes, was gesammelt und sortiert werden soll, bis es zur Entsorgung abgeholt werde. Für einen kompletten Sichtschutz zur Landesstraße hin soll ein begrünter Wall entlang des Radwegs zwischen der L 559 und dem Bahnübergang Häcker sorgen, hinter diesem sich das Gebäude und das Betriebsgelände in die Landschaft einfügen, so dass die Deponie von der Ebene her nicht mehr einsehbar sei. Der Radweg zur L 559 soll von der rechten auf die linke Seite die Fahrbahn kreuzen, um an die Querungshilfe auf der L 559 zu kommen. Die Frage eines Zuhörers, warum diese Querungshilfe nicht verlegt und der Radweg geradewegs durchgezogen werden könne, beantwortete Bänziger damit, dass dort vom Ort her kommend sich eine Linksabbiegerspur befinde. Er erklärte, der Gemeinderat habe das gesamte Vorhaben gründlich diskutiert und sei zu der jetzt bestmöglichen Lösung gekommen.

Quelle: Gemeinde Weingarten (Baden)

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