Energiewechsel

Weingarten (Baden): Informativer Einblick in die Edelstahl-Verarbeitung

Pressemeldung vom 1. Dezember 2015, 14:27 Uhr

Weingartener Senioren besuchten die Firma Rosswag in Kleinsteinbach
Der rührige Ortsseniorenrat hatte kürzlich unter Leitung von Friedhelm Waldenmeier zu einer Betriebsbesichtigung der Firma Edelstahl Rosswag GmbH in Pfinztal-Kleinsteinbach eingeladen, an der sich zahlreiche Senioren beteiligten. Am Werk angekommen, führte der frühere Seniorchef Karl-Heinz Essig die Gruppe durch die einzelnen Abteilungen und erläuterte die Arbeitsvorgänge im Einzelnen. Die Firma ist eine der größten Freiformschmieden in Süddeutschland und beschäftigt in Verwaltung, Produktion und Fertigbearbeitung sowie in Dreherei, Fräserei und Tieflochbohren über 200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Schmiede ist auf Kleinserien, Prototypen und Sonderanfertigungen hochbelastbarer Werkstücke spezialisiert, insbesondere in den Bereichen Maschinenbau und Energietechnik. Das 1911 als Faconschmiede und mechanische Werkstätte gegründete Unternehmen verlegte bereits 1972 seinen Betrieb aus der Ortsmitte in eine Randlage. Seit 2000 wurden der Erweiterungsbau für Schmiede, Wärmebehandlung und Sägerei sowie eine neue Ringwalze und der Neubau des Verwaltungsgebäudes in Betrieb genommen. Seit 2009 kann das Unternehmen mit einer neuen hydraulischen Presse Teile bis zu vier Tonnen Gewicht bearbeiten. Edelstahl Rosswag entwickelte in der über 100-jährigen Schmiedetradition Aktivitäten in zahlreichen Industriebereichen. Im Anlagen- und Kraftwerksbau finden sich ebenso Bauteile wie in den Bereichen Offshore, Motorsport sowie in der Luft- und Raumfahrt. Darüber hinaus ist die Firma auch im Sektor Energietechnik präsent. So finden sich zum Beispiel Bauteile im Inter-City-Express der Deutschen Bahn sowie in der Ariane-Rakete der ESA oder im neuen Airbus A380, die in Kleinsteinbach hergestellt werden. Edelstahl Rosswag hat sich aber auch bei historischen Produkten einen Namen gemacht, wie Karl-Heinz Essig betonte. Die Klöppel für die Glocken der wieder aufgebauten Frauenkirche in Dresden wurden hier ebenso gefertigt wie der 380 Kilogramm schwere Klöppel für die „Gloriosa“ im Erfurter Dom. Auch die „Pummerin“ im Wiener Stephansdom und der „Dicke Pitter“ im Kölner Dom erklingen inzwischen mit einem Klöppel aus Pfinztal. Dafür entwickelte das Unternehmen einen speziellen Stahl, der die Bronzeglocken beim Anschlag des Klöppels weniger beansprucht. Demnächst sollen die Glocken des Freiburger Münsters ebenfalls Klöppel aus Kleinsteinbach erhalten. Friedhelm Waldenmeier dankte im Namen des Ortsseniorenrats Karl-Heinz Essig für die informative Führung und überreichte ihm ein Präsent Weingartener Weines.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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