Energiewechsel

Weingarten (Baden): Gospel original – ein außergewöhnliches Konzert

Pressemeldung vom 5. Mai 2015, 14:34 Uhr

Ein sehr gut besuchtes Gospelkonzert von außergewöhnlicher Qualität beeindruckte die Zuhörer am vergangenen Sonntag in der Weingartner Auferstehungskirche. Der Chor „Go-Spirit“ kommt aus Trippstadt bei Kaiserslautern. Bedingt durch die Nähe zu den dort lebenden Amerikanern kam es bereits 1987 zu einem verstärkten Kennenlernen der amerikanischen Kultur, ihrer Musik und darunter auch Gospels. Es fand sich ein Chor aus deutschen und amerikanischen Sängerinnen und Sängern zusammen, der mit großem Erfolg Gospels singt und damit deutschlandweit Auftritte feiert. Vorsänger und Frontmann ist der schwarze Sänger Jerome Harris. Außergewöhnlich an diesem Konzert war die Originalität des Gesangs. Diakon Eberhard Blauth brachte es auf den Punkt: „Sie singen authentisch, sehr aus dem Herzen kommend und kommen den originalen Vorlagen damit sehr nahe.“ In der Tat führte der raumfüllende und inbrünstige Gesang zurück zu den Wurzeln des Gospels, wie es dem Konzept des Chores entspricht. Ohne Begleitung und ohne umfangreiche technische Unterstützung interpretierten die knapp 20 Sängerinnen und Sänger bekannte und weniger bekannte Gospels. Schon der Einstieg „Let your kingdom come“ erzeugte eine Stimmung, wie sie in deutschen Gospelchören selten zu erleben ist. „Glory, glory Halleluja“. Jerome Harris, der temperamentvoll und mitreißend Chor und Publikum in der Hand hatte, hatte als einziges Instrument ein Tambourin dabei. „Let’s clapton with tambourine“ rief er dem Publikum zu und das fiel sofort ein. Die Chormitglieder Hans Kallenbach und Angelika Brenner erläuterten Texte, Hintergründe und musikalische Inhalte: „Menschen aus Afrika wurden wie Ware an die weißen Amerikaner verkauft, sie wurden ihren Familien und ihrer Kultur entrissen, aber ihre Musik hat die Weißen inspiriert“. Vielfacher Inhalt ihrer Lieder war die Hoffnung auf ein besseres Leben im Himmel: „How great Thou are“ und „Soon and very soon“ gaben davon Zeugnis. Temperamentvolle Vorträge wechselten mit sanften und eindringlichen Gesängen, lautes Klatschen bezog das Publikum mit ein, schiere Verzweiflung klang aus „Nobody knows the trouble I’ve seen“ und dem Traditional „Cry your last tear“. „People get ready“ ist ein Lied, das nicht auf den Baumwollfeldern entstanden ist, sondern von der Band „Gospel News“ komponiert wurde und damit die Aktualität dieser Musik heute noch unter Beweis stellt. Eine der eindrücklichsten Interpreationen war „Joshua fought the battle of Jericho“. Die Stadt wird von Soldaten eingenommen und die Männerstimmen des Chores intonierten den Rhythmus der marschierenden Soldaten.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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