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Weingarten (Baden): Gemeinschaftsschule vor dem Start

Pressemeldung vom 3. September 2013, 15:07 Uhr

Im Schulgebäude sind die Bauarbeiten mit Hochdruck im Gange. Gipser, Schreiner, Bodenleger, Maler und
Elektriker arbeiten Hand in Hand. Die Möbel müssen noch montiert werden. Das neue Schuljahr steht vor der
Tür und damit wird die Turmbergschule Gemeinschaftsschule und das erfordert einiges an Änderungen. 42
Kinder aus verschiedenen Grundschulen aus der näheren Umgebung werden hier das fünfte Schuljahr
beginnen, berichtet Rektorin Karin Sebold. Die Schüler kommen aus Durlach, aus Hohenwettersbach, aus
Ubstadt, aus Staffort, um nur einige zu nennen. 42 Schüler bedeuten zwei Klassen, also braucht man zwei
Lernateliers.
Aber nicht nur räumlich verändert sich die Schule, auch inhaltlich gibt es viel vorzubereiten. Gemeinsam
brüten die Rektorin und Konrektor Jürgen Holderer über den internen Änderungen. Seit 24 Stunden läuft der
Computer und errechnet die neuen Stundenpläne. „Wir haben eine neue Schulart, einen neuen Bildungsplan,
das wirkt sich auf die Fächerkombination und die Stundenaufteilung aus“, lautet die Erklärung. Mehrere neue
Kolleginnen und Kollegen werden erwartet, darunter ein Realschullehrer und ein Gymnasiallehrer. Die
Fächerverbünde sind teilweise anders, so gibt es den Fächerverbund „Naturwissenschaftliches Arbeiten“
(NWA) oder „Erdkunde, Wirtschaftslehre und Gemeinschaftskunde“ (EWG).
Die Hauptaufgabe der Kollegen wird zunächst sein, sich im Team abzusprechen, sagt Karin Sebold, denn in
jeder Klasse der Gemeinschaftsschule werden mehrere Kollegen mit verschiedenen Schwerpunkten
unterrichten, meist zwei oder drei sogar gleichzeitig. „In einer Flüsteratmosphäre geht das gut“, ergänzt Jürgen
Holderer. Mit zunehmender Individualisierung des Lernens fungieren die Lehrer als „Lerncoaches“, die
kleinere Gruppen betreuen und den Kindern „Lernjobs“ auf unterschiedlichen Niveaustufen anbieten. Zu
Beginn einer Unterrichtseinheit steht ein „Input“, in der der Lehrer den neuen Stoff vorstellt, danach geht es
alsbald ans selbständige Erarbeiten. Regalfächer werden eingebaut, damit jedes Kind einen eignen Platz hat,
um beispielsweise das Lerntagebuch abzulegen. Neue Medien werden zum Einsatz kommen, beispielsweise
iPads oder MP3-Player, um im Englischunterricht Texte zu hören. Aber nicht nur: Jeder Schüler bekommt am
Schuljahrsanfang einen klassischen „Materialkoffer“ mit Stiften, Block, Schere, Kleber und Lineal, den die
Schule stellt und der auch in der Schule bleibt. „Es wird für uns alle sehr spannend“, sagt Jürgen Holderer,
„aber wir sind hoch motiviert und freuen uns sehr auf diese Arbeit. Wir freuen uns auch auf die neuen jungen
Lehrkräfte, die sich total für diese Schulart begeistern“.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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