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Weingarten (Baden): Fußballstimmung beim Fischerfest

Pressemeldung vom 8. Juli 2014, 14:43 Uhr

Zander, Rotbarsch und Calamares satt gibt es seit fast 50 Jahren beim Fischerfest des Anglervereins am Baggersee. „Das Fest ist schon fast so alt wie unser Verein“, sagt Kassier Franz Schilling, „aber es hat immer noch ungebrochenen Zulauf quer durch alle Generationen“. Gründe für diese Beliebtheit sieht Schilling in der einzigartigen Lage des Vereinsgeländes direkt am See. Riesige Bäume bilden ein Dach über den Sitzgarnituren, nur wenige Meter entfernt kräuselt sich der See. Keine Musik und kein Programm stören die Ruhe, die trotz des Besucherandrangs, immer noch spürbar ist. Die Besucher sind nicht gezwungen, sich anzubrüllen, um sich verständlich zu machen. Natürlich kommt der Fisch nicht aus dem See. „Früher haben wir das eine Zeitlang gemacht, dafür hatten wir extra Hegefische. Aber die Riesenmenge, die wir für Hunderte von Besuchern brauchen, würden wir heute nicht mehr schaffen“, fährt er fort. „Außerdem macht das viel zu viel Arbeit“. So wird der Fisch, fix und fertig ausgenommen und in Portionen, die alle gleich groß sind, tiefgekühlt angeliefert und wird in der Bräterei im Vereinszelt nur noch paniert und frittiert. Dass das Fest an seinem angestammten Wochenende – seit Jahrzehnten das erste im Juli – im Ort konkurrenzlos bleibt, dafür sorgen die Absprachen beim Vereinsforum. Nur die außerörtlichen Feste können noch Besucher abziehen, „Peter und Paul“ in Bretten beispielsweise, oder das Durlacher Altstadtfest. „Das spüren wir manchmal schon“, sagt Schilling. An diesem Abend spürten sie eine ganz andere Konkurrenz. Den Eventkiller Fußballweltmeisterschaft. Eigentlich wollten sie mit einer Übertragung im Zelt auch das in Griff kriegen, aber so ganz geklappt hat es nicht. Innen im Zelt war zwar gut besetzt, aber die Tische außen blieben leer. Dennoch herrschte gute Fußballstimmung und viele fachkundige Kommentare waren zu hören. „Vielleicht geht nach dem Ende des Spiels noch was“ hoffte der Vorsitzende Heinrich Guld. „Wenn der Wind so bleibt, geht es, wenn er vom See her kommt, gibt’s Regen und das wäre schlecht.“ Ein Trost: Am Samstag war bestes Wetter – und die deutsche Mannschaft hatte spielfrei.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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