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Weingarten (Baden): Fritz Hörter mit Standing Ovations verabschiedet

Pressemeldung vom 18. November 2015, 09:43 Uhr

„Was Fritz Hörter für die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) getan hat, ist einmalig“, sagte deren Präsident Ernst Burgbacher und seine Worte wurden mit kräftigem Beifall bedacht. Der Weingartner Fritz Hörter, 27 Jahre in der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) tätig, davon 25 Jahre als stellvertretender Präsident, wurde mit einem festlichen Empfang im Rathaus verabschiedet. Dann beleuchtete Burgbacher einige Facetten aus Hörters aktiver Arbeit, die ihn als tatkräftigen und in höchstem Maß zuverlässigen Mann auszeichneten. Als Präsident des Landesmusikrats habe er den ständigen Kontakt zur Basis gepflegt. Er förderte die Zusammenarbeit Schule und Verein und die „Nacht der Musik“ ging auf seine Idee zurück. Bürgermeister Eric Bänziger, Gastgeber der jüngsten Mitgliederversammlung, sagte, Hörter gelte als der Wegbereiter der Blasmusik in Deutschland und habe das Ehrenamt gelebt. Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände, Prof. Dr. Hans Jaskulsky, dankte als Vertreter der Chormusik Hörter für seinen Blick über den Tellerrand hinaus, der ihn veranlasst habe, noch das Deutsche Musiktreffen 60plus anzustoßen, in dem Chorverbände und Orchesterverbände gemeinsam das Projekt „Musizieren im Alter“ angehen. Hörters Nachfolger Erik Hörenberg werde es in 2016 in Bad Kissingen erstmals über die Bühne bringen. Er schätze am meisten Hörters Menschlichkeit und interpretiere „Hörter i.R.“ als „Hörter in Reichweite“. Der Präsident des Landesmusikrates Professor Dr. Hermann Wilske wies darauf hin, dass der Landesmusikrat nur ein einziges Ehrenmitglied habe und das sei Fritz Hörter. Der Vizepräsident des Landesmusikverbands Josef Offele befand, Hörter habe sein Amt mit Enthusiasmus betrieben und als Kommunikator den Anliegen der Musik zu Gehör verholfen. „Ein nicht unbedeutendes Amt nach so vielen Jahren aufzugeben, hat schon was von Wehmut“, resümierte der Geehrte, bevor er selbst einen Blick zurück warf. Auch hier gab er sich als der wertgeschätzte Teamplayer, denn „das Zusammenwirken muss funktionieren“. Als Anekdote berichtete er von der Entstehung des Landesmusikfestivals und von der Erfolgsgeschichte „Tage der Chor- und Orchestermusik“, eine Veranstaltung, die quer durch die Republik stattfindet. „Es war ein interessanter und arbeitsreicher Lebensabschnitt, der mich mit Freude und Zufriedenheit erfüllt“. „Wir freuen uns auch, jetzt kommt er zu uns zurück“, war vom Musikverein Weingarten zu hören, dem Hörter zu Anfang aktiv angehörte. Denn Fritz Hörter hat sich ein neues Tenorhorn angeschafft und will „falls ich mal gar nichts anderes mehr zu tun habe“, wieder musizieren, auf dem „schönen Bariton“, wie zu Beginn seiner Laufbahn.

Quelle: Gemeinde Weingarten (Baden)

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