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Weingarten (Baden): Ferienspaß im Weingartener Moor

Pressemeldung vom 20. August 2013, 14:15 Uhr

Ein knappes Dutzend Kinder erlebten beim Ferienspaß der Natur- und Moorfreunde einige Stunden „Natur
pur“ im Weingartener Moor. Seit vielen Jahren leitet dieses Angebot Ingrid Husen, Vereinsmitglied und
ehemalige Konrektorin der Weingartener Turmbergschule. Traditionell stand auch in diesem Jahr das Falten
von Fröschen aus Papier am Beginn, damit diese später im Werrenhäuslesgraben zu Wasser gelassen
werden konnten. Dann ging’s los. Den Bruchweg hinab bis zum Eingang ins Naturschutzgebiet. Am Parkplatz
vor der Informationstafel lagen Kieselsteine, große und auffallend glatte. Schnell kamen die Kinder drauf, dass
diese Kiesel an dieser Stelle zwar aufgeschüttet waren aber trotzdem ursprünglich von einem Fluss geglättet
wurden. Husen berichtete vom Kinzig-Murg-Fluss, groß und wild, der vor zigtausend Jahren aus den
Schwarzwaldbergen gekommen sei, die Flüsse Schutter, Kinzig und Murg aufgenommen, Sand und Steine
mitgebracht und abgelagert habe und wie aus diesen Ablagerungen die Kiesbänke und aus den Resten
dieses Flusses das Weingartener Moor entstanden sei. Der Wald selbst war eine grüne Wildnis. Der Sturm
und der heftige Regen vor wenigen Tagen hatten nicht nur einmal Äste und Blätter in Mengen abgerissen und
auf dem Boden verstreut, sondern auch die gesamte Pflanzenwelt gut durchfeuchtet. Auf Schritt und Tritt
begegneten den jungen Abenteurern große und leuchtend orangefarbene Nacktschnecken – ja nicht
drauftreten! – und ganze Geschwader von Schnaken. Vielleicht, so hofften manchen, wäre auch eine
Schlange, eine Ringelnatter zu sehen, denn, so sagte Ingrid Husen, solche lebten am Rande des Waldes im
Ruschgraben. Nein, leider keine Schlangen. Aber Frösche wurden gesichtet, seltenere Grasfrösche und
Springfrösche. Aber die langbeinigen Moorbewohner waren schnell, durch die Tritte der Kinder schon von
weitem gewarnt. Ein Satz – und weg waren sie und im feuchten Gras verschwunden. Dass ein
ausgewachsener Springfrosch nur sieben Zentimeter lang ist, aber bis zu zwei Meter weit springen kann,
wurde mit dem Maßstab anschaulich gemacht. Aber flinke Finger erwischten den einen oder anderen doch
und dann musste er sich ausgiebig betrachten lassen. Ein erster Höhepunkt war ein geheimnisvoller Tümpel
tief im Wald. Hier sei im Krieg eine Bombe eingeschlagen, berichtete Ingrid Husen, und manchmal sei dieser
Krater ganz trocken, aber heute war er voll mit Wasser. Da war vieles mit dem Kescher zu fischen und zu
betrachten: Wasserläufer, Rückenschwimmer und „Entengrütze“. Der zweite Höhepunkt war der Weg über
den glitschigen schmalen Bohlensteg und der Blick von der Aussichtsplattform.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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