Energiewechsel

Weingarten (Baden): Ferienspaß bei den Ringern

Pressemeldung vom 27. August 2013, 14:09 Uhr

Was leicht aussieht, ist nicht immer leicht. Diese Erfahrung konnten jetzt zehn Kinder beim Ferienspaß des
Ringervereins „SV Germania“ machen. Die beiden Jugendtrainer Jennifer Göckler und Jens Schaufelberger
ließen sie in einem Programm mit Spielen, Pausen, Aufwärmen und Technikübungen über vier Stunden
erspüren, was „Ringen“ tatsächlich bedeutet. Wozu soll es gut sein, mit den Händen den Kopf so weit wie
möglich zur Seite zu ziehen? Oder auf dem Rücken liegend in die Brücke zu gehen und dann mit einem Fuß
über den anderen zu steigen? Schon mal probiert? Alles andere als einfach. „Beweglichkeit und Koordination
sind die Grundlagen“ sagte Jennifer Göckler. Leuchtet ein: je beweglicher ein Ringer, desto flinker und desto
besser kann er dem gegnerischen Angriff ausweichen oder sich entwinden. Starke Nackenmuskeln verstärken
auch die Kraft in den Oberarmen, starke Bauchmuskeln fördern das Gleichgewicht, wenn dich der andere zu
Fall bringen will. „Wir trainieren auch Reaktionsschnelligkeit und turnerische Elemente“, fügt sie hinzu, „und
Technikübungen im Stand und am Boden“. „Den Kopf-Hüft-Schwung, den Arm-Dreh-Schwung und den
Schlüpfer“ erklärt ihr Kollege Jens Schaufelberger und führt das gleich mal vor. Der erste funktioniert so, dass
der Kämpfer den Arm um den Hals des Gegners legt, sich mit dem Rücken vor ihn stellt und dabei in die Knie
geht. Dadurch wird der andere praktisch huckepack aufgeladen und durch eine Drehung des Oberkörpers
kommt er rücklings auf die Matte zu liegen. Ein Gegner der am Boden liegt – was will man mehr. „Wenn er mit
beiden Schultern auf der Matte liegt hat er verloren“, erklärt Schaufelberger das Ziel dieser Übung. Rein
theoretisch klappt das bei den Kindern auch ganz gut, schwierig wird es nur, wenn der andere sich ernsthaft
wehrt – wovon ja im Normalfall auszugehen ist. „Rund 3000 mal muss eine Technik angewandt werden, bis
sie wirklich sitzt und sich automatisiert hat“, erklärt Schaufelberger. Gut zu wissen, dann braucht keiner den
Mut zu verlieren, wenn es beim dritten Mal oder auch beim 30. Mal noch nicht ganz klappt. Dass die
vorhergehenden Übungen keineswegs unnötig waren, zeigte sich bei jedem Griff und jeder Technik: ohne ein
gewisses Maß an Fitness, Beweglichkeit und Koordination geht gar nichts.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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