Energiewechsel

Weingarten (Baden): Erweiterung Deponie Dörnig

Pressemeldung vom 26. November 2013, 14:33 Uhr

Für die Bauschuttdeponie „Dörnig“, die seit 2003 durch die Firma Grötz GmbH (jetzt Mineralix) betrieben wird,
soll ein Bebauungsplan erstellt werden, um die Recyclinganlage baulich und genehmigungsrechtlich erweitern
zu können, berichtete Bürgermeister Eric Bänziger im Gemeinderat. Festzulegen sei die Abgrenzung des
räumlichen Geltungsbereichs. Die Verwaltung schlug vor, für das im Flächennutzungsplan als „sonstige Ver-
und Entsorgungsfläche“ ausgewiesene Gebiet einschließlich Zufahrt von der L 559 einen
Aufstellungsbeschluss zu fassen. Die Planung sieht eine Erweiterung nach Süden bis zum Weingartener
Entlastungskanal vor. Klaus Holzmüller (FDP) wollte diesen Graben abtrennen, um die landwirtschaftliche
Fläche zu schonen. Fritz Küntzle (CDU) teilte diese Bedenken ebenfalls, denn werde das Areal zu groß
geplant, „werden Wünsche geweckt, die man nicht haben will“. Hans-Martin Flinspach (WBB) war im Grunde
mit Holzmüller einig, wollte aber lieber noch zehn Meter mehr einbeziehen, denn „reduzieren sei einfacher als
später hinzuzunehmen“. Timo Martin (WBB) sagte, die Zufahrt dürfe nur auf der bestehenden Trasse
ausgebaut werden. Schließlich wurde mit neun zu sechs Stimmen ein Kompromiss erzielt, die Erweiterung
nach Süden nur um etwa drei Viertel der vorgeschlagenen Planung vorzunehmen.
Forstbetriebsplan 2014
Für den Weingartener Wald war das nasse Frühjahr 2013 eindeutig zu viel. Im Zusammenhang mit dem
Betriebsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2014 erläuterte Gemeindeförster Michael Schmitt anhand von
dramatischen Fotos die Auswirkungen der heftigen Regenfälle. Er zeigte Bilder von umgestürzten Bäumen,
deren Wurzeln im aufgeweichten Erdreich im Bereich „Effenstiel“ keinen Halt mehr gefunden hatten. Hänge
waren abgerutscht, der Schlossbergsee war nahezu voll gelaufen. Zwei kräftige Stürme mit Orkanböen hätten
im Gewann „Streitacker“ rund 300 Festmeter Holz geworfen. Auch das Eschentriebsterben, das sich in 2012
explosionsartig ausgebreitet habe, setze sich fort. 20 Hektar Wald seien im Jahr durchzupflegen, sagte
Schmitt, anhand einer Karte machte er deutlich, welche Flächen bereits vollzogen, welche in Planung seien
und wo zurzeit Naturverjüngung stattfinde. Buchenbestände zeigten beispielsweise gute Naturverjüngung,
aber was jetzt an Buchen gefällt werde, sei nur von mäßiger Qualität und damit werden die Einnahmen aus
den Holzerlösen 2014 um 20 000 Euro geringer erwartet als in 2013. Der Wirtschaftsplan 2014 weist dadurch
mitbedingt ein Defizit von 102.700 Euro aus.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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