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Weingarten (Baden): Errichtung eines „Freundeskreises Asyl“

Pressemeldung vom 9. Dezember 2014, 15:47 Uhr

Nach dem Verteilungsplan der Flüchtlinge hat auch die Gemeinde Weingarten Asylsuchende aufzunehmen. Kreisrätin Christine Geiger spricht im Zeitraum der nächsten zwei Jahre von schätzungsweise bis zu 100 Personen in der durch das Landratsamt in einer Gemeinschaftsunterkunft organisierten Erstunterbringung und weiteren 40 in der Anschlussunterbringung in Zuständigkeit der Gemeinde. Die Kosten der Unterkunft tragen die aufgenommenen Personen selbst oder das Landratsamt. Aber mit der Unterkunft allein ist es nicht getan. Darum sind auf Anregung der Grünen Gemeinderätin Monika Lauber Bestrebungen im Gang, einen „Freundeskreis Asyl“ zu installieren, zu dem jeder herzlich zur Mitwirkung eingeladen ist. „Die ehrenamtliche Arbeit beginnt da, wo die amtliche – professionelle – Hilfe durch Verwaltung von Landratsamt und Gemeinde endet. Die Arbeit in einem solchen Freundeskreis soll die Integration fördern und Verständnis für die Situation von Flüchtlingen und deren Schicksal in der Öffentlichkeit wecken. Wir wollen daran arbeiten, die Lebensverhältnisse der Flüchtlinge vor Ort zu verbessern und zu einem respektvollen und konfliktarmen Miteinander von Einwohnerschaft und den Asylsuchenden beitragen“, erklärt sie Sinn und Zweck des Vorhabens. Bereits in den 90er Jahren war in Weingarten ein „Freundeskreis Asyl“ tätig und auch jetzt haben bereits verschiedene Personen ihre Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert. Ganz konkret geht es sowohl um materielle Unterstützung: Beschaffung und Weitergabe von Kleidung, Haushaltswaren, Spielsachen und Fahrrädern. Dennoch stehen Spenden nicht im Vordergrund. Mindestens genauso wichtig sei, den Menschen Zeit zu widmen. Immaterielle Unterstützung könnte beispielsweise Hausaufgabenhilfe und Deutschunterricht sein, Begleitung zu Behörden und Arztbesuche oder Spielenachmittage für Kinder. Von Bedeutung sei für einen solchen Freundeskreis, sagt Monika Lauber, die Kontakte zu den Einheimischen herzustellen, damit die Hilfe nicht isoliert ankommt, sondern eine echte Integration vollzogen wird. Ein erstes Treffen der Gruppe ist für den 8. Januar um 20 Uhr im Restaurant „Metaxa“ in der Bruchsaler Straße geplant. Ulrike Gaum im Rathaus fungiert als Ansprechpartnerin und Koordinatorin. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich bei ihr unter der Telefonnummer (07244) 702060 oder unter u.gaum@weingarten-baden.de melden. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Spendengegenstände derzeit nicht eingelagert werden können, sondern nach Zuzug der Asylsuchenden bedarfsgerecht verteilt werden.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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