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Weingarten (Baden): Er stand vielen Menschen hilfreich zur Seite

Pressemeldung vom 25. Februar 2015, 13:52 Uhr

Altgemeinderat Rudolf Kühns Verdienste bei Trauerfeier gewürdigt

Altgemeinderat Rudolf Kühn ist am 7. Februar nach langer Krankheit im Alter von 78 Jahren gestorben. In einer bewegenden Trauerfeier mit anschließender Beerdigung nahmen zusammen mit den Familienangehörigen zahlreiche Freunde und politische Weggefährten Abschied von dem Verstorbenen. Unter den Trauergästen waren auch der CDU-Kreisvorsitzende und Europaabgeordnete Daniel Caspary , die Abgeordneten Axel Fischer und Joachim Kößler sowie die ehemaligen Parlamentarier Klaus Bühler und Franz Wieser. In der Ansprache von Pfarrer Jürgen Olf sowie in den ehrenden Nachrufen von Bürgermeister Eric Bänziger für die Gemeinde und Altbürgermeister Klaus-Dieter Scholz für den CDU-Gemeindeverband kamen die Verdienste, die sich Rudolf Kühn um die Allgemeinheit erworben hatte, nochmals treffend zum Ausdruck. Viele Menschen, die in Kontakt mit Rudolf Kühn standen, wussten um die schwere Erkrankung, die er zwar seit etwa neun Jahren mit großer Tapferkeit ertrug, aber in der Öffentlichkeit kein großes Aufheben darum machte. Vielmehr bewahrte er sich auch in schweren Tagen und Zeiten sein freundliches Lächeln, das sein typisches Markenzeichen war. Als bekennender Christ war es ihm stets ein Anliegen, für andere Menschen da zu sein, die seines Rates und seiner Hilfe bedurften. Er tat dies nicht nur im Berufsleben als Betriebsrat bei der Deutschen Bahn, sondern übernahm auch im gesellschaftspolitischen Bereich, indem er aktiv an der Gestaltung seiner Heimat mitwirkte. So führte ihn sein Weg folgerichtig zur Christlich-Demokratischen Union, der er nun 50 Jahre lang angehörte. Von 1978 bis 1988 und von Juni 1992 bis zu seinem Tod übte er das verantwortungsvolle Amt des Schatzmeisters im Vorstand des Gemeindeverbands aus. Zudem war er von März 1988 bis Juni 1992 dessen Vorsitzender. Rudolf Kühn gehörte, getragen von einem großen Vertrauensbeweis der Bürgerinnen und Bürger, von 1984 bis 2009, also insgesamt 25 Jahre, dem Weingartener Gemeinderat an und war bis zuletzt noch Vorsitzender des Gutachterausschusses. Er gehörte nicht zu den so genannten „Gutmenschen“ und sein Ziel war auch nicht die eigene Selbstdarstellung. Vielmehr war er ein Christsozialer im besten Sinne des Wortes, der anderen uneigennützig in vielen Lebenslagen half, wenn es zum Beispiel darum ging, einem alten Menschen beim Behördengang zur Seite zu stehen, bei der Wohnungssuche zu helfen oder als technisch versierter Mensch seinen Sachverstand in Diskussionen einzubringen. Den CDU-Gemeindeverband führte er erfolgreich, und sein integrierendes Wesen hat sowohl dort als auch im Gemeinderat selbst bei lebhaften Debatten für den richtigen und versöhnlichen Ton gesorgt. Er tat dies stets13/136 unaufdringlich, bescheiden und freundschaftlich. Er hat sich nicht in den Vordergrund gedrängt und das Rampenlicht gesucht, sondern war zufrieden, wenn durch seine Mithilfe etwas Positives erreicht werden konnte. Diese ihm eigene Art machte ihn unverwechselbar und brachte ihm viel Sympathie und große Wertschätzung ein. Für seinen außerordentlichen Einsatz für die Allgemeinheit hat ihm der Bundespräsident auf Vorschlag des damaligen Bürgermeisters Klaus-Dieter Scholz bereits 2008 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen, und die Gemeinde Weingarten zeichnete ihn bei seinem Ausscheiden aus dem Gemeinderat 2009 mit der Bürgermedaille in Gold aus. Rudolf Kühn hat sich aber auch in Vereinen und Organisationen seiner Heimatgemeinde engagiert. So hat er viele Jahre lang als Kassier bei den Kleingärtnern die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, dass der Verein erhebliche Mittel in sein Heim mit „Gärtnerklause“ investieren konnte und trotzdem heute schuldenfrei ist. Auch beim Bürger- und Heimatverein war der Rat von Rudi Kühn gefragt, als es um den Erwerb des Anwesens in der Durlacher Straße und die Schaffung des neuen Heimatmuseums ging, was er nachdrücklich unterstützte. Weiterhin haben der Gesangverein Liederkranz und die Kolpingfamilie in ihm ein treues Mitglied verloren. Rudolf Kühn hinterlässt in Weingarten eine Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird. Roland Felleisen

Quelle: Gemeinde Weingarten (Baden)

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