Energiewechsel

Weingarten (Baden): Elektro-Mai GmbH auf dem Weg zur Unabhängigkeit vom Stromnetz

Pressemeldung vom 1. April 2015, 11:40 Uhr

Bereits im Jahr 2002 hat die Firma Elektro-Mai die erste Photovoltaikanlage installiert, deren Strom in Gänze ins Netz eingespeist wurde. In 2005 wurde sie erweitert, 2010 kam eine Stromtankstelle dazu, in 2012 das erste Elektroauto. Jetzt habe die Firma den zweiten Schritt getan und eine Anlage für den Eigenverbrauch installiert, berichtete Michael Zöller, der zusammen mit Achim Bundschuh die Geschäfte führt. Was nicht sofort verbraucht werde, komme in einen Energiezwischenspeicher, nur der Überschuss werde noch ins Netz eingespeist. Diese Pufferbatterie – etwas größer als ein 120-Liter-Kühlschrank – habe mit maximal 15 Batteriemodulen eine Kapazität von 6,9 Kilowattstunden, der Speicher in Weingarten verfüge über elf Module und somit 5,1 Kilowattstunden, erklärte der im Vertrieb des Herstellers Varta tätige Michael Gopp. Diese Art von Speicher, der im schwäbischen Nördlingen gefertigt werde, sei auf Langlebigkeit und auf Sicherheit ausgelegt. Ein intelligentes Energiemanagementsystem regelt zwischen Verbrauch, Speicher und Netz, also was zu Spitzenzeiten zugekauft und was zu Überschusszeiten abgegeben wird. Ziel sei, den Zukauf vom Stromversorger weitgehend zu reduzieren und mit dieser Speicherkapazität habe er die Möglichkeit, 70 Prozent der benötigten Energie in Haus und Stromtankstelle selbst zu nutzen, sagte Zöller. Die Rentabilität über den eingesparten Strompreis kalkuliere er in acht bis zehn Jahren. Bei der offiziellen Inbetriebnahme hat Bürgermeister Eric Bänziger das letzte Batteriemodul eingefügt und damit den Startschuss zu diesem innovativen Vorhaben gegeben, als erste Weingartner Firma in Richtung Unabhängigkeit zu gehen.

Quelle: Gemeinde Weingarten (Baden)

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