Energiewechsel

Weingarten (Baden): Einstimmig für die Wasserrutsche

Pressemeldung vom 20. August 2013, 14:15 Uhr

Diskutieren, abwägen und entscheiden: 17 Kinder erprobten als Ferienspaß, wie es sich anfühlt, einen Tag
lang Gemeinderat zu sein. Der Tag begann im Bürgersaal. Hauptamtsleiter Oliver Russel, zweiter Chef nach
dem Bürgermeister, begann seine Erläuterungen mit der Sitzordnung im Saal und wie in einem Spiegel wurde
die Gestaltung einer Gemeinde sichtbar. In der Mitte sitzt der Chef, umgeben von seinen Amtsleitern. Ihre
Aufgaben bilden die Stützbalken, zwischen denen sich das Leben abspielt: Das Hauptamt plant, was
gebraucht wird, das Bauamt baut und das Rechnungsamt verwaltet das Geld. Da es über das, was gebraucht
wird und wofür Geld ausgegeben wird, auch in der Bevölkerung verschiedene Meinungen gibt, sitzen
verschiedene Gemeinderäte am Tisch, die bei der Kommunalwahl gewählt wurden. Vor diesem Hintergrund
ging es durch die einzelnen Amtsstuben und erstaunt entdeckten die Kinder, dass es für jeden einzelnen
Lebensbereich eines Menschen auch eine Stelle im Rathaus gibt. Kaum geboren wird er von Melanie Ludwig
im Standesamt registriert. Fabian Fritscher vom Bürgerbüro stellt einen Ausweis aus und bescheinigt den
Wohnsitz. Im Grundbuchamt ist das Grundstück verzeichnet. Die Amtsleiterin Annette Hafermann
beeindruckte die Kinder mit einem riesigen Buch mit handgeschriebenen Einträgen, aber wesentlich mehr
faszinierte die Kinder das Computerprogramm, welches die Grundstücke anhand ihrer Flurstücksnummer
erkennt. Über Hundesteuer, Gewerbesteuer und Wasserzins plauderte die muntere Schar mit Julia Duran von
der Gemeindekasse. Von Andrea Ritter hörten sie, dass eine Übungsstunde in der Sporthalle angemeldet
werden muss, um zu schauen, wann welche Halle frei ist.
Dann folgte ein Quiz, mit insgesamt 15 Fragen rund um die Gemeinde, welche die Organisatorin der
Veranstaltung, die Verwaltungsmitarbeiterin Laura Kirrstetter vorbereitet hatte.
Auch eine Besichtigung des Bauhofs gehörte zum Programm. Rüdiger Fetzner erklärte die einzelnen
Einsatzgebiete und zeigte, was mit dem Wertstoff passiert. Gespickt mit diesem Hintergrundwissen aus allen
Bereichen ging es zurück in den Ratssaal, denn nun begann die eigentliche Arbeit. Der Rat hatte die
Entscheidung zu treffen, ob im Freibad eine neue Wasserrutsche installiert werden soll oder auf einem
Spielplatz eine Abenteuerseilbahn. Kosten, Bauzeit und Budget waren vorgegeben, zur Rutsche kamen
zusätzlich Wasserkosten. In Kleingruppe erörterten die Kinder die Vor- und Nachteile und trugen sie vor.
Bürgermeister John eröffnete die Sitzung und rief die einzelnen Gemeinderäte auf. Jonathan und Andreas
hielten eine Seilbahn für überflüssig, da die vorhandenen Spielgeräte ausreichten. Amelie sah die höheren
Baukosten einer Seilbahn, Denise hielt sie für unfallträchtig. Marcel argumentierte, eine Wasserrutsche lockte
mehr Besucher und erzielte dadurch mehr Umsatz, was die Wasserkosten wieder einbrächte. Ebenso meinte
Hauptamtsleiter Till, eine Wasserrutsche sei eine überörtliche Attraktion und eine Abenteuerseilbahn brächte
kein Geld herein. Rechnungsamtsleiter Jan wandte ein, für eine solche Seilbahn müsse für viel Geld ein Hügel
aufgeschüttet werden und Bauamtsleiterin Fabienne schlug vor, für den Bau einer Wasserrutsche eine Steuer
zu erhöhen.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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