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Weingarten (Baden): Eine Seltenheit im Sohl

Pressemeldung vom 10. September 2013, 12:49 Uhr

Ein Tier, das man nicht alle Tage zu sehen bekommt, hat die zehnjährige Ninique beim Spaziergang mit ihrem
Papa im Sohl entdeckt. Zuerst war es ein schöner Schmetterling, der dem aufgeweckten und wissbegierigen
Mädchen auffiel und dem sie eine Weile folgte. Dann sah sie sie: schwer zu erkennen, gut getarnt auf einem
grünen Blatt, saß eine Gottesanbeterin. Aus vielen Tier- und Natursendungen im Fernsehen geschult,
erkannte die junge Gymnasiastin auf Anhieb, um was für ein Tier es sich handelte. Die Heuschreckenart, die
mitunter nach dem Paarungsakt ihren Gatten einfach verspeist, gilt nach der Roten Liste als stark gefährdet
und ist nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützt. Sie ist in Deutschland nur noch sehr selten.
Man trifft sie vor allem noch in den wärmeren Gebieten Südbadens mit halbhoher Vegetation. Sie darf also
nicht gefangen werden. Ihren Namen hat die bis zu 7,5 cm lange und sehr dünne Heuschrecke von zu
Fangarmen ausgebildeten Vorderbeinen, mit denen sie ihre Beute fängt. In Lauerstellung sind diese so
angewinkelt, dass sie einer Gebetshaltung ähnlich sehen. Niniques Papa reagierte schnell, zückte die Kamera
und lieferte der Turmberg-Rundschau diese anschaulichen Fotos.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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