Energiewechsel

Weingarten (Baden): Ein Besuch beim Wassermeister

Pressemeldung vom 6. August 2013, 14:43 Uhr

Zehn neugierige Kinder wollten es genauer wissen: „Wo kommt unser Wasser her?“ und spürten als
Ferienspaßangebot der Gemeinde dieser Frage nach. Im Gebäude der Carix-Anlage an der Straße nach
Jöhlingen trafen sie den Wassermeister Axel Langendörfer. „Nur zwei Quellen versorgen den ganzen Ort“, war
die erste erstaunliche Aussage. Aus dem Gebiet „Schmalenstein“, dem Standort der Anlage, spenden zwei
Tiefbrunnen genug Rohwasser für mehr als 10 000 Einwohner. „Darum ist das hier auch die
Wasserschutzzone eins“, erklärte Langendörfer, „das bedeutet, dass auf den Feldern nichts gespritzt werden
darf, was ins Grundwasser gelangen könnte“. Er zeigte auf seinem Bildschirm den Weg des Rohwassers in
die Anlage, von dort über die Hochbehälter und über die Wasserleitungen weiter zum Verbraucher. Wozu
solch eine Anlage überhaupt notwendig sei, kam die Frage auf. „Nitrat“, das dem Wasser entzogen werden
muss, war den rund Zehnjährigen nicht so geläufig, wohl aber der Nebeneffekt, dass das Wasser dadurch
auch weniger Kalk enthält und mit einer Reduzierung auf elf Härtegrade von vorher 26 Grad Waschmaschinen
und Kaffeemaschinen weniger verkalken. Ein lautes Dröhnen ertönte. „Die Pumpen der Ionentauscher, die
das Wasser durch die Filter schicken, laufen an“ erklärte Langendörfer. Bei der großen Hitze der vergangenen
Tage sei die Anlage nahezu Tag und Nacht gelaufen, um stets genügend frisches Wasser liefern zu können.
Und wie viel wird gebraucht? Die Menge versetzte die Kinder zum zweiten Mal in Staunen. Zwei Millionen Liter
täglich. Das seien aber nur die durchschnittlichen Werte. In den vergangenen Tagen seien sie aufgrund des
heißen Wetters noch einmal um rund 400 000 Liter täglich gestiegen. Duschen, WC-Spülung,
Gartenbewässerung und Freibad seien dabei die größten Verbraucher.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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