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Weingarten (Baden): Ein Beitrag zur Attraktivität des Ortes

Pressemeldung vom 14. Mai 2014, 08:51 Uhr

„25 Jahre Museum im Turm“ bei Feier im Rathaus gewürdigt
(bhv). Der Wettergott hat es am vergangenen Sonntag nicht gut gemeint mit dem Bürger- und Heimatverein.
Als die freiwilligen Helfer am frühen Vormittag das Festzelt auf dem Turmberg für die Feier „25 Jahre Museum
im Turm“ aufschlagen wollten, drohten Sturmböen, es wegzufegen. Deshalb wurde der Festakt nach
vorsorglicher Absprache mit der Gemeinde in das Turmzimmer des Rathauses verlegt. Dort war es auch
möglich, dass die Volkstanzgruppe des Bürger- und Heimatvereins sowie des Karlsruher Volkstanzkreises
unter Leitung von Werner Wenzel der Feier mit ihren abwechslungsreichen Tänzen einen festlichen Rahmen
gaben.
Vorsitzender Roland Felleisen begrüßte die Teilnehmer und gab eine Einführung in die Historie des Wartturm
und seines Museums, das der Bürger- und Heimatverein dort 1989 anlässlich des 400-jährigen Bestehens des
Turmes im Einvernehmen mit der Gemeinde einrichten konnte. Das Museum beherbergt auf drei Ebenen eine
heimatgeschichtliche Ausstellung mit Exponaten aus Haus und Hof sowie aus der Landwirtschaft, dem Obst-
und Weinbau und dem Handwerk. Für Letzteres steht zum Beispiel eine Küferei, die in einem Weinort wie
Weingarten wichtig war. Außerdem gewährt der Turm den Gästen auch einen herrlichen Ausblick über
Weingarten und die Rheinebene.
Darüber hinaus hat der Verein, um den Besuchern dort auch immer wieder etwas Neues zu bieten, kleine
Sonderausstellungen im Parterre arrangiert. Felleisen erinnerte zum Beispiel an die Themen „Erdölförderung
in Weingarten“ oder „Omas Küchengeräte“. In diesem Jahr ist die Sonderausstellung dem Thema „Die
geologische Uhr der Erdgeschichte“ mit Fossilien aus Weingarten und der Region gewidmet. Spektakulärstes
Exponat ist ein Mammutzahn, der bei der Kiesförderung im Baggersee gefunden wurde.
Der ehemalige Bürgermeister Klaus-Dieter Scholz berichtete, wie es 1989 zur Einrichtung des Museums kam.
Die Gemeinde hatte damals den Turm zu dessen 400-jährigen Bestehen sanieren und renovieren lassen. So
verfugten Mitarbeiter des Bauhofs das alte Kalkstein-Mauerwerk neu und die Plattform wurde durch eine
Fremdfirma abgedichtet, damit kein Regenwasser mehr einsickern konnte. Darüber hinaus wurde das
morsche Holzwerk im Inneren ersetzt und der Turm bekam einen neuen Ausstieg.
Da der damalige Vorsitzende des Vereins, Klaus Geggus, bei der Gemeinde immer wieder die Einrichtung
eines Heimatmuseums anmahnte, überzeugte Scholz den Gemeinderat, dem Vorhaben trotz einiger
Bedenken zuzustimmen. Daraufhin konnte der Verein, der bereits seit seiner Gründung 1965 viele Exponate
von der Bevölkerung bekommen hatte, das Museum im Turm einrichten. Das Vertrauen des Gemeinderats
habe sich gelohnt, resümierte Ehrenbürger Klaus-Dieter Scholz.
Bürgermeister Eric Bänziger knüpfte in seinem Grußwort an diese Feststellung an und würdigte insbesondere,13/163
dass der Verein dieses Engagement nunmehr 25 Jahre lang kontinuierlich durchgehalten habe und dort durch
die Sonderausstellung immer wieder auch neue Akzente setze. Der markante Turm mit dem weithin
sichtbaren Friedensengel sei mit dem Marktplatz und den beiden Kirchen ein Wahrzeichen Weingartens, das
eine Ausstrahlung habe und deshalb auch in den touristischen Bemühungen der Gemeinde eine besondere
Rolle spielen solle. Das Ortsoberhaupt dankte dem Verein für sein ehrenamtliches Engagement und bestärkte
ihn, dieses auch in Zukunft fortzusetzen und dadurch zur Attraktivität Weingartens beizutragen.
Ehrungen für verdiente Mitglieder
Die Feierstunde im Rathaus bot auch einen würdigen Rahmen, verdiente Mitglieder zu ehren. So ernannte
Vorsitzender Roland Felleisen Horst Bartholomä und Ursula Lauber in Würdigung ihrer besonderen
Verdienste um den Bürger- und Heimatverein zu Ehrenmitgliedern. Horst Bartholomä betreut seit vielen
Jahren neben seinem sonstigen Einsatz das Museum im Turm und hat in diesem Zeitraum rund 2 000
Dienststunden bei der Aufsicht und der Wartung sowie bei der Vorbereitung und Durchführung der
Sonderausstellungen geleistet. Auf ihn war jederzeit Verlass, und keine Arbeit war und ist ihm zuviel, betonte
Felleisen.
Ursula Lauber gehörte viele Jahre lang als Beisitzerin, Schriftführerin und zuletzt als stellvertretende
Vorsitzende dem Vorstand des Vereins an. Außer ihren Funktionen, die sie bereits kraft Amtes hatte, erstellte
sie darüber hinaus maßgeblich die Helferliste zu den Veranstaltungen und Festen des Vereins, leitete den
Schriftenverkauf und betreute die hohen Geburtstage der Mitglieder. Leider musste sie aus gesundheitlichen
Gründen aus der Vorstandschaft ausscheiden. Sie kümmert sich aber weiterhin um die betagten Mitglieder.
„Sowohl Horst Bartholomä als auch Ursula Lauber haben sich in besonderer Weise um den Bürger- und
Heimatverein verdient gemacht“, lobte Vorsitzender Roland Felleisen die beiden neuen Ehrenmitglieder.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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