Energiewechsel

Weingarten (Baden): Ehrenabend der Feuerwehr

Pressemeldung vom 16. Oktober 2013, 09:15 Uhr

Lockere und pfiffige Fragen, aber durchaus ernsthafte und nicht selten schlagfertige Antworten: Die
Weingartner Feuerwehr hat immer die Nase vorn, so auch bei ihrem Ehrenabend im Jahr des 150. Jubiläums.
Anstelle der üblichen Ansprachen hatte sie die Form der Gesprächsrunde gewählt. Den zahlreichen Ehrungen
auf verschiedenen Ebenen ging jeweils eine Gesprächsrunde mit verschiedenen Teilnehmern voraus, die
unterschiedliche Aspekte thematisierten. Moderator war der vom Südwestdeutschen Rundfunk bekannte
Jürgen Essig. In der ersten Runde kamen Kommandant Günther Sebold und Bürgermeister Eric Bänziger,
Vereinssprecher Karlernst Hamsen und Unterkreisführer der Feuerwehr Klaus Breitinger sowie der
DRK-Vorsitzende Jürgen Lother zu Wort. Hier ging es um Zusammenarbeit untereinander, um einzelne
Tätigkeitsfelder, um Feuerwehr heute, um die Verdopplung der Einsatzzahlen in den letzten 25 Jahren und die
Koordination Feuerwehr und Beruf. Eine Kernaussage war die steigende Dokumentationsflut, die viel Zeit
bindet, die besser auf das Kerngeschäft verwendet werde. Bürgermeister Eric Bänziger überreichte die
Ehrennadel in Bronze für zehnjährige Mitgliedschaft an Brigitte Käfer und Julian Lehmann. Silber überreichte
er Nicole Russel, Clemens Stiefvater und Christian Koch für ihre zwanzigjährige Dienstzeit. Das Ehrenzeichen
in Silber gebührte Joachim Pech für 25 Jahre. Mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet wurden Bernd Lörz,
Alexandra Russel-Walschburger und Hansjörg Schwaiger für 30 Jahre Dienst am Nächsten. Seit 50 Jahren in
der Feuerwehr sind Günter Trautwein, Gustav Unger, Philipp Weiland, Ernst Breitenstein und Klaus Hardock.
Sie erhielten eine Ehrenurkunde. Mit einer Ehrenurkunde für ihre bereits 60jährige Dienstzeit wurden Ernst
Martin und Wilhelm Gäntner ausgezeichnet.
Die zweite Runde bestritten der Erste Landesbeamte Knut Bühler, Kreisbrandmeister Thomas Hauck und der
stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Eckart Helms. Sie sprachen aus der Sicht der Verwaltung. Ihre
Aufgabe sei nicht, im Einsatz das Kommando zu übernehmen, sondern mit ihren Möglichkeiten den
Kommandanten zu unterstützen, beispielsweise „ihm die Presse vom Hals zu halten“. Bühler sagte zu, in
Richtung „Entbürokratisierung“ zu arbeiten. Die Arbeit der Ehrenamtlichen sei eigentlich Aufgabe der
Gemeinden, die schwerlich in der Lage sein dürften, diese Arbeit zu bezahlen. Darum sollten sie entlastet
werden. Essig verstand es fabelhaft, mit pfiffigen und teilweise etwas provozierenden Fragen dem Ganzen die
Strenge zu nehmen, ohne den Ernst der Sache zu vernachlässigen. Anschließend überreichte Bühler dem
Kommandanten ein sinniges Präsent: ein gerahmtes Einladungs-Plakat einer Großen Schauübung der
Weingartner Wehr aus dem jahr 1947.
Die dritte Gesprächsrunde galt der Jugend. Jörg Sakatsch, seit über zehn Jahren Jugendleiter in Weingarten,
und der Kreisjugendfeuerwehrwart Jan Becker sprachen über Nachwuchsprobleme und die Quote der
Übergänge zur Aktiven Wehr. Weingarten sei „noch stabil“ und die Anerkennung der Jugendarbeit unter den
Kameraden gewiss. Auch einige Vertreter der Feuerwehr Weingarten Württemberg kamen zu Wort und
berichteten von der Freundschaft ihrer beiden Gruppen, die mit dem 125. Jubiläum begonnen und sich bis
heute in vielen gemeinsamen Aktivitäten bewährt habe. Der Kreisjugendfeuerwehrwart Jan Becker und sein
Amtskollege aus Württemberg, Michael Otto, überreichten dem amtierenden und dem ehemaligen12/142
Jugendleiter Jörg Sakatsch und Thomas Zech die Silberne Ehrennadel für ihre langjährige Arbeit zum Wohl
der Jugend. Mit von Herzen kommenden Worten lobte Becker ihre Fähigkeit, der Jugend die Werte der
Feuerwehr zu vermitteln, und das in einer zunehmenden „Ellenbogengesellschaft“.

Quelle: Gemeinde Weingarten (Baden)

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