Energiewechsel

Weingarten (Baden): Die KJG sammelt weiterhin Altpapier

Pressemeldung vom 1. April 2015, 11:35 Uhr

Charlotte Martin ist gefrustet. Seit ziemlich genau 42 Jahren sammelt die Katholische Jugend (KJG) Altpapier. Mit dem Erlös aus dem Verkauf an eine Recyclingfirma finanziert sie die Kosten für ein sinnvolles Freizeit- und Glaubensangebot für Jugendliche, vor allem Freizeiten und Ferienlager. Alle zwei Monate stellt eine Firma ihnen dazu einige Container zur Verfügung, die mit dem abgegebenen Papier gefüllt werden. Die Bürger können dazu ganz bequem mit dem Auto anfahren, die jungen Männer und Frauen eilen hilfsbereit herbei, laden das Auto aus und in wenigen Minuten ist das Ganze für den Bürger kosten- und mühefrei erledigt. An guten Tagen sind ein paar Minuten Wartezeit zu investieren, an schlechten Tagen ist weniger los. Doch seit der Einführung der "blauen Tonne" häufen sich die schlechten Tage. "Die angelieferte Menge geht kontinuierlich zurück", berichtet Charlotte Martin, Mitglied der KJG-Leiterrunde. Die Ursache liegt in der übermächtigen Konkurrenz: den ersten Einbruch brachte die Einführung der grauen Wertstofftonne, in der die Bürger neben Glas, Metall und Plastik auch Papier entsorgen können. Zusätzlich nimmt der Bauhof am Samstagmorgen Altpapier entgegen. Darüber hinaus bietet nun dieselbe überregionale Verwertungsfirma eine "blaue Tonne" an und wirbt damit, der Bürger könne sich nun die Fahrt zu den Sammelstellen sparen. "Natürlich zahlt uns die Firma noch was", sagt Charlotte Martin. "Aber es ist klar, dass wir mit einer immer geringer werdenden Menge nicht mehr auskommen können. Irgendwann können wir die Freizeiten und sonstigen Angebote nicht mehr finanzieren." Wer die KJG aber weiterhin unterstützen und ihre Arbeit am Leben halten will, wird gebeten, sein Altpapier zu den Sammelterminen am Festplatz abzugeben. Der nächste Termin ist am Samstag, den 11. April von 9 bis 13 Uhr.

Quelle: Gemeinde Weingarten (Baden)

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