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Weingarten (Baden): Der Kindergarten Waldbrücke präsentierte sich

Pressemeldung vom 11. Mai 2015, 14:34 Uhr

Seit Oktober 2014 sind der Umbau und die Erweiterung des Kindergartens Waldbrücke fertiggestellt. Mit einem „Tag der Offenen Tür“ am Sonntag war nun allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit geboten, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen. Die TBR schaute etwas genauer hin und ließ sich von der Kindergartenleiterin Beate Mayer das Konzept erläutern, das in diesen Räumen Tag für Tag verwirklicht wird. 65 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren besuchen den Kindergarten und werden in drei altersgemischten Gruppen mit unterschiedlichen Öffnungszeiten betreut, eine am verlängerten Vormittag, zwei als Tagesgruppen mit Mittagessen. Neben den drei Gruppenräumen, den „Stammgruppen“ der Kinder, beinhalten ein Werk- und Malatelier, eine Bücherei und ein Bewegungsraum die Angebote, die den Kindergartenalltag ausmachen. Selbstverständlich sind Ruheraum, Essensraum und Sanitärraum vorhanden. Ein weiterer Bereich und eine Besonderheit dieses Kindergartens ist das wirklich große Außenspielgelände. Elf pädagogische Fachkräfte und eine Anerkennungspraktikantin gehören zum Team. Sie sehen ihre Aufgabe darin, für die Bedürfnisse der Kinder, die aus ihrer Lebenssituation heraus entstehen, sensibel zu sein und ihre pädagogische Arbeit darauf aufzubauen. Im Kindergarten wird ein teiloffenes Konzept umgesetzt, das bedeutet, jedes Kind gehört einer Stammgruppe an, kann aber während des Tages gruppenübergreifende Angebote wahrnehmen und sich nach Absprache im ganzen Haus bewegen. Die Schwerpunkte sind: Bewegung, Kreativität, Natur und Umwelt. Diese Grundelemente finden sich in vielerlei Betätigungen wieder. Beate Mayer erläutert das am Beispiel des „Papprollenprojekts“: Aus der Anregung der Kinder, Papprollen bemalen zu wollen, entwickelte sich das gestalterisch-künstlerische Projekt. Papprollen wurden nicht mehr weggeworfen, sondern gesammelt. Sie wurden bemalt, beklebt, zusammengestellt, Objekte daraus geschaffen, die zu Nützlichem herangezogen werden und mehr. Hergestellt wurden sie in einem traumhaft üppig ausgestatteten Werk- und Bastelraum. So sind diese Objekte ein Ausdruck von Kreativität, Kinder können damit spielen, sie entlasten die Umwelt und dekorieren das ganze Haus, was die Kinder stolz auf ihre Werke sein lässt. Das dicke Papprollenschwein diente am Tag der Offenen Tür als Spendensammelbüchse für Kaffee und Kuchen. Im Bewegungsraum findet sich eine große Anzahl verschiedenster Materialien mit geometrischen Formen: Bälle, Ringe, Würfel, Seile und anderes. Sie dienen einerseits zur Bewegung, andererseits sind sie Gegenstände aus dem Bereich Mathematik, denn der Kindergarten nimmt an einem Matheprojekt mit Studenten der Uni teil mit dem Ziel: Mathematik ist im ganzen Leben zu entdecken. Ein Blick noch in die Bücherei: Als ihre Jahresarbeit hat hier die Anerkennungspraktikantin eine Bücherei eingerichtet. Kinder haben Geschichten erfunden, erzählt und gemalt, sie hat sie aufgeschrieben. So sind Bücher entstanden. Andere Bücher dürfen nach einem Ausleihsystem ausgeliehen werden und für die Benutzung der Leseecke haben sich die Kinder selbst auf bestimmte Regeln geeinigt. Die Öffnung nach außen vollzieht der Kindergarten durch Berührung mit Schauplätzen des Alltags im Dorf, Teilnahme an Gottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen, Ausflüge, Theaterbesuche und anderes als Höhepunkte im Rahmenplan. Und durch einen Tag der Offenen Tür.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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