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Weingarten (Baden): Das bunte Grab auf dem Friedhof

Pressemeldung vom 18. November 2015, 09:32 Uhr

Eine außergewöhnliche Grabstätte fiel in den letzten Tagen auf dem Friedhof auf: geschmückt mit bunten Farben und einer Überfülle an Blumen. Ein leuchtend grünes Gebilde am Platz des künftigen Grabsteins stellt eine Art Tor dar. „Es ist das Himmelstor“ erklärt Kerstin Renz, die Tochter des Verstorbenen Max Renz. Max Renz war ein Zirkusmann, Stammvater der großen Zirkusfamilie Renz. „Bei uns Zirkusleuten und Schaustellern ist es üblich, dass wir unsere Verstorbenen sehr schön und prächtig bestatten“, sagt Kerstin Renz weiter. „Wir leben in der Manege, die Show ist bunt und glitzernd und so soll es auch im Tode sein. Außerdem wollen wir ihnen Symbole auf ihrem letzten Weg mitgeben. Mein Vater war Bärenführer. Er hat seine Bären über alles geliebt und daher haben wir ihm zwei Braunbären zur Seite gestellt.“ Daher stehen auf dem freien Platz unweit des Grabes zwei große Bärenfiguren neben zahlreichen weiteren Kränzen. Ein großes Blumengebinde in Form eines Hufeisens soll an seine Arbeit mit Zirkuspferden erinnern. Andere Kultur, andere Begräbnissitten. Max Renz hat seinen Lebensabend, als ihm der Zirkuswagen zu beschwerlich wurde, im Haus Edelberg verbracht, ist dort verstorben und wurde daher zu Recht in Weingarten begraben. Die Gemeindeverwaltung akzeptiert und toleriert die auffällige Erscheinungsform der Grabstätte ausdrücklich. Allerdings ist sie nur vorübergehend. Die endgültige Form des Grabsteins wird der gültigen Friedhofsordnung entsprechen.

Quelle: Gemeinde Weingarten (Baden)

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