Energiewechsel

Weingarten (Baden): Dachgaube genehmigt

Pressemeldung vom 18. März 2014, 15:04 Uhr

Im Anwesen Mützenau 15 ist die Errichtung einer Schleppgaube auf der nordöstlichen Dachhälfte des
bestehenden Wohnhauses geplant. Dadurch soll die Wohnfläche um eine bisher mangels Kopffreiheit nicht
nutzbare Fläche erweitert werden, es soll keine zusätzliche Wohneinheit entstehen. Der Abstand zur
Grundstücksgrenze soll 1,25 m betragen. Dazu ist eine Befreiung von der örtlichen Gaubensatzung
erforderlich, da diese einen Mindestabstand von 1,50 m zur Grundstücksgrenze verlangt. Da die Dachgaube
nur im rückwärtigen Teil errichtet wird, wird die Straßenansicht nicht verändert. Damit fügt sich das
Bauvorhaben gemäß § 34 BauGB in die Umgebungsbebauung ein. Hans-Martin Flinspach (WBB) wies darauf
hin, die „mühsam erarbeitete Gaubensatzung nicht aufzuweichen“, schloss sich aber der einstimmigen
Zustimmung an, da es sich um einen „atypischen Sonderfall“ handelt.
Stark beschädigte Waldwege erfordern Mehrausgabe
Aufgrund des feuchten und milden Winters wurden durch Holzrückearbeiten und Holzabfuhr die Fahrwege im
Bergwald stärker als geplant beschädigt. Auch fehlt im Walddistrikt Höheforst auf 1,2 Kilometer eine
Tragschicht. In der Vergangenheit wurde hier nur Sand, Kies und diverser Bauschutt eingearbeitet, berichtet
Förster Michael Schmitt. So wurden allein in diesem Bereich für Wegearbeiten und Schotterlieferungen bereits
bis Ende Februar 2014 über 8.000 € investiert. Geplant waren aber für die Unterhaltung der Waldwege
insgesamt nur 10.000 €. Es werden voraussichtlich weitere 15.000 € benötigt. Diese stellen eine
überplanmäßige Ausgabe dar. Diese könne allerdings kompensiert werden durch Mehreinnahmen bei den
Holzerlösen aufgrund der Umstellung diverser Hiebe. Da die Unterhaltung der Wege dringend erforderlich ist
und nicht vorhersehbar war, aufgrund der Mehreinnahmen aber trotzdem im Ergebnis keine Verschlechterung
eintritt, stimmten die Mitglieder des Ausschusses zu.
Dachneigung im Ortskern max. 50°
An einem Hausgrundstück in der Jöhlinger Straße 70 plant der Bauherr, den Dachstuhl des bestehenden
Wirtschaftsgebäudes im rückwärtigen Bereich aufgrund schlechter Bausubstanz zu erneuern. Trauf- und
Firsthöhe sollen etwas niedriger als bisher ausgeführt werden. Die bisherige Dachneigung mit 55° kann
allerdings nicht beibehalten werden, denn nach der Gestaltungssatzung ist nur eine Dachneigung zwischen
35° und 50° zulässig. Der Planung mit 35° Dachneigung stimmte das Gremium einstimmig zu.
Zusätzliche Außentreppe als Fluchtweg
In dem ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus Am Eisweiher 12 hat die Gemeinde das Erdgeschoss zur
Einrichtung für Kinderbetreuung umgebaut und vor einem Dreivierteljahr in Betrieb genommen.
Zwischenzeitlich sind auch im Untergeschoss Umbaumaßnahmen zum selben Zweck in vollem Gange. Zur
Komplettierung eines dafür funktionsfähigen Ensembles wird noch ein Büro- und Personalraum benötigt.
Dieser soll im Obergeschoss eingerichtet werden. Die Umnutzung dafür wurde bereits im Juni 2013 beantragt.
Weitere Räume sollen ungenutzt bleiben. Das Amt für Umwelt und Arbeitsschutz hat mitgeteilt, dass die
bestehende innenliegende Wendel- bzw. Spindeltreppe als Rettungsweg für die Räume im OG nicht zulässig8/139
sei. Eine Treppe mit geraden Läufen müsse realisiert werden. Dafür hat das beauftragte Planungsbüro nun
eine zusätzliche Außentreppe an der nordöstlichen Hauswand eingeplant. Da sich diese innerhalb des
Baufensters befindet, war der Bauantrag von den Mitgliedern des Ausschusses lediglich zur Kenntnis zu
nehmen.

Quelle: Gemeinde Weingarten (Baden)

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