Energiewechsel

Weingarten (Baden): Bebauungsplan „Moorblick“ als Satzung beschlossen

Pressemeldung vom 26. November 2013, 14:26 Uhr

Der Bebauungsplan „Moorblick“ wies ursprünglich eine Gesamtfläche von rund 59.000 Quadratmeter aus.
Darin waren die Erweiterung des Freibades und der Sportanlagen im Westen enthalten. Da aber derzeit mit
dem Turn- und Sportverein noch keine endgültige Abstimmung über den Bedarf an Sportanlagen erzielt
werden kann, und weil noch keine verbindliche Aussage über die Trassenführung der Umgehungsstraße
vorliegt, hat die Gemeinde diese Teile aus der Planung herausgenommen und somit umfasst der
Bebauungsplan „Moorblick“ jetzt nur noch das Allgemeine Wohngebiet und den Abenteuerspielplatz mit einer
Gesamtfläche von knapp 43.500 Quadratmeter. Eine weitere wesentliche Änderung betrifft die Reduzierung
der Gebäudehöhe entlang der vorhandenen Bebauung der Breslauer Straße und die Eintragung eines
Leitungsrechtes für die Verlegung einer Ringleitung zur Trinkwasserversorgung. Die Mitarbeiterin des mit der
Entwicklung des Bebauungsplans beauftragten Ingenieurbüros, Erasmia Vlatsa, hat die für den
Satzungsbeschluss des Gemeinderates vorliegende Fassung dem Gremium vorgestellt sowie die während der
Offenlage eingegangenen Stellungnahmen seitens der Behörden aber auch seitens Privatpersonen erläutert.
Insgesamt acht behördliche Einwendungen lägen vor, berichtete sie. Das Polizeipräsidium empfehle in der
Erschließungsstraße die Ausschilderung von Tempo 30. Der Anregung wird gefolgt. Das Regierungspräsidium
empfiehlt, die geplante Trasse der L 559 nicht wie vorgesehen um 30 Meter, sondern lediglich um 15 Meter
nach Südwesten zu verschieben. Das begrüße die Gemeinde zwar, war zu hören, aber aus dem aktuellen
Bebauungsplan ist die Trasse herausgenommen. Mit den Bewohnern der Breslauer Straße habe ein
Bürgergespräch stattgefunden, in dem die Anwohner verschiedene Forderungen vortrugen. Die Breslauer
Straße solle ab Ringstraße als verkehrsberuhigter Bereich anstatt als Tempo-30-Zone ausgewiesen werden,
was nicht akzeptabel sei. Die Befürchtungen von Lärmauswirkungen wenn die neue Trasse einst gebaut
werde, beantwortete die Gemeinde dahingehend, dass die Grenzwerte der zulässigen Dezibel nicht
überschritten werden. Die mit maximal 12 Meter geplante Höhe der Gebäude entlang der Breslauer Straße
wird um zwei Meter zurückgenommen. Soweit werde den Anwohnern entgegen gekommen, erklärte
Bürgermeister Eric Bänziger. Den Befürchtungen einer Verschlechterung der Nutzung der Sonnenenergie
könne nicht gefolgt werden. Eine Beeinträchtigung sei nicht zu erkennen. Der Forderung, die zweite Zufahrt
über die Stettiner Straße nicht nur als Noterschließung auszubauen, wird ebenfalls nicht gefolgt, da dadurch
die Aufenthaltsqualität der Wohnhöfe beeinträchtigt werde. Timo Martin erklärte für die WBB Zustimmung zu
diesem Bebauungsplan. Zu klären sei noch, ob die Verwendung des Kulturraums der Walzbachhalle aus
schalltechnischer Sicht gesichert sei. Gerhard Fritscher (CDU) erklärte, heute werde „ein sehr guter
Bebauungsplan“ verabschiedet. Damit hätten die Interessenten jetzt Planungssicherheit. Die Zustimmung zum
Satzungsbeschluss war einstimmig.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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