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Weingarten (Baden): Baumbestattungen und Rasengräber

Pressemeldung vom 10. November 2015, 14:32 Uhr

Fortführung der neuen Friedhofskonzeption

Der Weingartner Friedhof soll langfristig ein neues Gesicht erhalten. Die Konzeption sieht vor, neben den bisherigen auch verschiedene neue Bestattungsformen anzubieten und den Friedhof in einem Bereich als parkähnliche Anlage zu gestalten. Hier sollen mit Bäumen und Sitzbänken Möglichkeiten zur Ruhe und inneren Einkehr, aber auch zur Begegnung möglich sein. Der erste Schritt dieser neuen Konzeption, das gärtnergepflegte Grabfeld, ist mittlerweile verwirklicht (wie berichtet). Nun stellte der Sachbearbeiter Friedhofswesen, Fabian Fritscher, dem Gemeinderat ein weiteres Element vor: Baumbestattungen und Rasengräber. Dazu soll auf einer größeren Fläche ehemaliger Privatgärten ein Feld entstehen, das eine größere Verbindung zur Natur hat. Das Zentrum bildet ein großer Platz mit Sitzbänken und einem Brunnen. Zwischen den Wurzeln von Bäumen sollen Urnenkammern angelegt werden und eine einfach zu pflegende Rasenfläche soll Rasengräber für Sarg- und Urnenbestattungen aufnehmen. Wege sollen die neue Fläche erschließen und sie mit dem alten Teil des Friedhofs am Kolumbarium verbinden. Die Kosten für das gesamte Vorhaben lägen bei rund 185.000 Euro ohne die Kosten für Grunderwerb. Matthias Görner (WBB) sprach von der Notwendigkeit, den Friedhofszwang sicherzustellen und die Gebühren anzupassen, denn solch große Flächen kosten Geld. Gerhard Fritscher (CDU) beantragte, das Konzept im Verwaltungsausschuss gründlich zu bedenken und vor allem die Kosten zu kalkulieren, denn einer größer werdenden Fläche stehe ein zunehmender Trend zur Urne mit wenig Platzbedarf gegenüber. Wolfgang Wehowsky (SPD) begrüßte die Parkfläche als soziale Begegnungsmöglichkeit, befürwortete aber auch eine ausführliche Diskussion im Verwaltungsausschuss. Auch Carolin Holzmüller (FDP) wollte geprüft sehen, was für Kosten auf die Bürger zukommen. Timo Martin (WBB) bemängelte, dass die Kosten für den Grunderwerb der Vorlage nicht zu entnehmen gewesen seien. Bürgermeister Eric Bänziger erklärte daraufhin, dass die Gemeinde jährlich 25000 Euro im Haushalt für Grunderwerb zurückstelle und der Kauf dieser Flächen unabhängig vom Friedhofskonzept geschehen sei. Ein Teil der Kosten werde an der Gemeinde hängen bleiben, aber solch ein Friedhof sei auch ein Ort der Naherholung. Die Zustimmung zu diesem Grobkonzept, das noch detaillierter Ausarbeitung bedürfe, war einstimmig.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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