Energiewechsel

Weingarten (Baden): Bahngleise zu queren ist lebensgefährlich!

Pressemeldung vom 18. Februar 2015, 09:10 Uhr

Immer wieder werden auch im Bahnhofsbereich Weingarten und außerhalb Jugendliche beobachtet, die nicht die Unterführung benützen, um von einer Seite zur anderen zu kommen, sondern leichtfertig die Gleise überqueren. Das geschieht ohne jedes Unrechtsbewusstsein und für die illegale Abkürzung werden lebensbedrohliche Risiken in Kauf genommen. „Verflixt, da drüben steht sie schon. Das ist jetzt zu knapp, um noch durch die Unterführung zu gehen. Ich muss die Bahn unbedingt noch kriegen. Ich lauf einfach schnell rüber.“ Falsch. Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Geh langsam, wenn Du es eilig hast“. Das bedeutet, wer in Eile ist, ist unaufmerksam. Die Hast fokussiert die Wahrnehmung nur auf geradeaus, der Eilige schaut nicht mehr rechts und links. Beim hastigen Überqueren der Gleise, beispielsweise zum Zug Richtung Karlsruhe, kann passieren, dass man den Zug oder die Stadtbahn aus Richtung Bruchsal einfach übersieht. Oder: Man stolpert in dem unebenen Schotter oder bleibt mit dem Schuh hängen. „Ich hör‘ doch wenn ein Zug kommt. Bis der da ist, bin ich rechtzeitig drüben.“ Falsch. Die Geschwindigkeit eines herannahenden Zuges abzuschätzen, ist schier unmöglich. Jedenfalls fährt er mit Sicherheit wesentlich schneller, als Du denkst. Außerdem werden moderne Züge immer leiser. Es ist nicht so, dass sie schon von weitem mit lautem Gerumpel zu hören sind, sondern erst wenn es schon zu spät ist. Und wer Kopfhörer auf hat, hört erst recht nichts mehr. „Der Zugführer sieht mich doch, der kann auch bremsen.“ Falsch. Weil ein Zug mit etlichen Waggons auch etliche Tonnen wiegt und das Gewicht der Geschwindigkeit zusätzlichen Schub verleiht, was den Bremsweg zusätzlich auf mehrere hundert Meter verlängert. Also: Gleise außerhalb gesicherter Übergänge zu überqueren, ist nicht cool und auch nicht harmlos, sondern schlicht und einfach gefährlich. Wir bitten Euch darum aus gegebenem Anlass, in Zukunft die Unterführung zu benutzen und appellieren auch an Sie, liebe Eltern, ihre Kinder entsprechend zu ermahnen.

Quelle: Gemeinde Weingarten (Baden)

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