Energiewechsel

Weingarten (Baden): Aus dem Ausschuss für Umwelt und Technik

Pressemeldung vom 16. Oktober 2013, 09:08 Uhr

Keine Genehmigung wegen mangelnder Erschließung
Ein Bauantrag für eine Hausgruppe von vier Einfamilienhäusern im Dresdner Ring / gegenüber Dresdner Ring
Nr. 1 war nach Ansicht des Ausschusses für Umwelt und Technik nicht genehmigungsfähig, weil die
Erschließung nicht gesichert sei. Mit dieser Ablehnung waren auch die beantragten Befreiungen hinsichtlich
Dachform und Dachneigung hinfällig geworden.
Die nicht gesicherte Erschließung geht auf einen Jahre zurückliegenden Beschluss des Gemeinderates
zurück. Die Grundstücke im rückwärtigen Teil der Gewerbebetriebe an der Stettiner Straße waren auf
Drängen der dortigen Gewerbetreibenden ursprünglich als gewerbliche Erweiterungsflächen vorgesehen.
Allerdings lehnten die seinerzeitigen Betriebsinhaber die damals bereits angedachte Erschließung über den
Dresdner Ring ab, um Erschließungskosten zu sparen. Vielmehr war für den Fall der Bebauung seitens des
damaligen Grundstücksinhabers eine Erschließung über die Stettiner Straße vorgesehen. Somit wurden die
anfallenden Erschließungskosten ausschließlich auf die Eigentümer der Grundstücke im Dresdner Ring
umgelegt. Der jetzige Bauherr beantragt jetzt doch eine Erschließung über den Dresdner Ring, die
mittlerweile nicht mehr zulässig ist. Der Bebauungsplan sieht im Bereich der nun geplanten Zufahrt
Grünflächen und öffentliche Stellplätze vor. Eine Erschließung wäre somit nur durch Änderung des geltenden
Bebauungsplanes möglich. Eine Befreiung würde hierfür nicht ausreichen. Durch diesen Umstand der nicht
gesicherten Erschließung hat das Gremium die Genehmigung einstimmig verweigert.
Befreiung von Sockel erteilt
Im Bereich „Lohmühlwiesen“ beantragt eine Bauherrengemeinschaft den Neubau eines
Mehrfamilienwohnhauses mit 7 Wohneinheiten. Der Bebauungsplan gibt eine Sockelhöhe zwischen 20 und 80
Zentimetern vor. Damit wäre aber kein barrierefreier Zugang mehr möglich. Da dem AUT aber Beispiele
vorliegen, wo in der Vergangenheit entsprechende Befreiungen erteilt worden sind, wurde sie hier ebenfalls
erteilt. Es muss also kein Sockel mehr errichtet werden.
Ebenfalls eine Befreiung gilt für den Anbau des Treppenhauses, das außerhalb der Baugrenze errichtet
werden soll. Das Grundstück sei ursprünglich für Betreutes Wohnen vorgesehen gewesen, darum sei ein
Stellplatz pro Wohneinheit ausreichend. Da die Bebauung jedoch aufgrund der erfolgten Teilung der
Grundstücke sehr massiv wirke, soll die Berechnung des Lageplanverfassers von der Baurechtsbehörde
überprüft werden. Die Befreiungen wurden erteilt bei zwei Enthaltungen.
Gefährliches Grundstück gesichert

Quelle: Gemeinde Weingarten (Baden)

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