Energiewechsel

Weingarten (Baden): Aufstellungsbeschluss für Gewerbegebiet Sandfeld gefasst

Pressemeldung vom 14. Mai 2014, 09:02 Uhr

Die Gemeinde Weingarten soll und will als Gemeinde in einem wachstumsstarken Wirtschaftsraum neue
Gewerbeflächen ausweisen. Zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans hat der Nachbarschaftsverband
Karlsruhe dazu die vorhandenen Gewerbeflächen überprüft und mit der zu erwartenden Nachfrage
abgeglichen. Diese Gewerbeflächenstudie hat für die Gemeinde Weingarten bis zum Jahr 2030 eine
Ausweisung von 8,1 Hektar ermittelt, zur Verfügung stehen aktuell acht Hektar Planfläche, also brauchen
keine neuen Flächen ausgewiesen zu werden. Es ist aber der Wunsch der Gemeinde, das bestehende
Gewerbegebiet „Sandbrügel und Vorderes/Hinteres Sandfeld“ im Sinne einer Arrondierung zu einer Fläche in
der Größe von insgesamt mehr als 13 Hektar als Gewerbegebiet „Sandfeld I/II“ zusammenzufassen. Im
Gegenzug wurden eine Fläche von 16.665 Quadratmetern in den Breitwiesen und eine weitere Fläche von
10.641 Quadratmetern im „Hinteren Sandfeld“ als „Tauschflächen“ aus der Definition als Gewerbegebiet
herausgenommen. Das Gebiet „Sandfeld I/II“ enthält die bereits bebauten Flächen entlang der
Werner-Siemens-Straße. Die größte Nachfragegruppe, so ergab die Studie, werden Handwerksbetriebe,
kleinere produzierende Betriebe sowie ergänzende Dienstleister bilden. Flächen „für ein breites
Nutzerspektrum“ seien sicherzustellen. Wohnhäuser, Kirchen, Musterhäuser, Vergnügungsstätten und derlei
Bauten sollen ausgeschlossen werden. In der Vorbereatung des Gemeinderates Ende April 2014 wurde der
Geltungsbereich für den Bebauungsplan „Gewerbegebiet Sandfeld I/II“ befürwortet und in der Sitzung am
Montagabend der Aufstellungsbeschluss gefasst. Noch nicht abgeschlossen ist die Frage der Erschließung
dieser neu auszuweisenden Gewerbeflächen. Sinnvoll sei nach Ansicht des Gemeinderates und der
Gemeindeverwaltung eine beidseitige Erschließungsstraße zu bauen. In den Jahren 2011 bis 2014 erfolgten
Abstimmungsgespräche zwischen der Gemeinde und den beiden Planungsverbänden. Außerdem hat im
Oktober 2012 ein Ingenieurbüro in der Gemeinderatssitzung eine Machbarkeitsstudie eines neuen
Verkehrsknotenpunkts vorgestellt, der die Kreuzung von L 559 und K 3539 als Kreisverkehr mit einer
Radfahrunterführung Richtung Blankenloch darstellt. Bisher befürworten die übergeordneten Gremien
Regionalverband und Nachbarschaftsverband allerdings nur eine einseitige Gebietsrandstraße. In der Sitzung
am Montagabend wurde die Verwaltung beauftragt, erneute Gespräche zu führen, um dieses Ziel doch noch
zu erreichen. Bei drei Gegenstimmen hat das Gremium die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen.
Die Entwicklung soll entsprechend der Nachfrage an Gewerbeflächen sukzessive vollzogen werden. Mit den
entsprechenden Planungsleistungen wird ein Ingenieurbüro in Bruchsal beauftragt.
Fragebogen zum Lärmaktionsplan einstimmig beschlossen
„Wir können den Lärmschutzwall in einiger Entfernung schon sehen“ sagte Wolfgang Wehowsky in jüngster
Sitzung des Gemeinderates. Die bildliche Vision betraf den meist diskutierten Teil des Lärmaktionsplanes, den
die Gemeinde für alle lärmgeplagten Anwohner an Hauptverkehrsstraßen erstellen will. Die entsprechenden
Grundlagen hierfür sollen per Fragebogen erhoben werden und zwar in zwei Versionen, eine für die Anwohner
im Kernort, die andere für die Bewohner der Waldbrücke, und zwar alle Bewohner, wie Bürgermeister Eric
Bänziger betonte. Nachdem der erste Entwurf des Fragebogens durch das Gremium abgelehnt wurde (wir10/163
berichteten), wurde er in einer „konstruktiven Zusammenarbeit“ zwischen dem Mitarbeiter des Ingenieurbüros
sowie Mitgliedern der Verwaltung und der Bürgerinitiative modifiziert und fand nun die einstimmige
Zustimmung des Gemeinderates. Der Fragebogen für den Ortskern fragt nach dem Grad der subjektiven
Störungsempfindung durch Straßenverkehr, ermittelt weitere Lärmquellen und fragt Vorschläge ab, die
Lärmbelastung zu verringern. Die Bewohner der Waldbrücke werden zusätzlich gefragt, ob sie es „für
notwendig halten, den Verkehrslärm der BAB 5 für die Waldbrücke zu verringern“, ob entlang der Autobahn
ein Lärmschutzwall gebaut werden soll und ob sie in diesem Fall bereit wären, „geringe zusätzliche
Beeinträchtigungen (Lärm, Staub, zusätzlicher Verkehr) während der Bauzeit zu akzeptieren“. Alle Bögen sind
personalisiert. Damit war das Gremium zwar einverstanden, legte aber Wert darauf, dass der Datenschutz
unbedingt gewährleistet sei. Die „Initiative gegen den Autobahnlärm in Weingarten“ unter Leitung von Matthias
Haug berichtete gegenüber den BNN, sie veranstalte am Samstag, den 17. Mai von 10 bis 12 Uhr eine
Informationsveranstaltung für die Einwohner der Waldbrücke. Fragen zum Sachstand der Planung, zum
aktuellen Durchführungsentwurf sowie zur vorgesehenen Streckenführung bei der An- und Abfahrt der Lkw
während der Bauzeit werden von den Mitgliedern der Initiative beantwortet. Der Fragebogen wird heute und
morgen allen Bewohnern der Waldbrücke zugestellt.
Pilzleuchten werden auf LED-Technik umgerüstet
Die seit 2011 laufende Sanierung der Straßenbeleuchtung in Weingarten nimmt den dritten Abschnitt in
Angriff. Aus Gründen der Energieeinsparung werden nach und nach sämtliche Straßenlaternen auf
LED-Technik umgerüstet. Nun sollen noch in diesem Jahr 198 Pilzleuchten umgerüstet oder ersetzt werden.
Der letzte Abschnitt, die Umrüstung der verbleibenden 186 Kofferleuchten, ist für das kommende Frühjahr
vorgesehen. Im Zuge der Ausschreibung neuer Pilzleuchten lagen der Gemeindeverwaltung fünf Angebote
vor. Das Angebot des günstigsten Bieters beträgt rund 108.000 Euro für Lieferung und Montage von 198
Leuchten. Die Gemeinde bekommt hierfür Fördermittel von 20 Prozent. Die Amortisationszeit betrage sechs
bis acht Jahre, berichtete Bürgermeister Eric Bänziger. Das Gremium stimmte einstimmig zu. Auf Nachfrage
von Timo Martin (WBB) versprach Ortsbaumeister Oliver Leucht, in der nächsten Sitzung des Ausschusses
und Technik einen Plan vorzulegen, wann und wo umgerüstet werde. Überall dort, wo zur zeit Pilzleuchten
stehen, sollen diese erhalten bleiben, um den Gebietscharakter zu gewahren.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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