Energiewechsel

Weingarten (Baden): Aktiver Naturschutz

Pressemeldung vom 6. August 2013, 14:44 Uhr

Säfte der Streuobstinitiative prämiert
Birnen-Holundersaft demnächst im Angebot
Regionale Produkte gewinnen an Ansehen, heimatverbundene und gesundheitsbewusste Verbraucher greifen
im Lebensmittelregal vermehrt danach. Der Verein „Streuobstinitiative im Stadt- und Landkreis Karlsruhe e.V.“
kümmert sich durch vielfältige Aktivitäten um Erhalt und Wiederaufbau der Streuobstwiesen in der Landschaft
und lässt aus dem Obst naturreine Säfte keltern.
Jetzt vor der Apfel- und Birnenernte sind die Frauen und Männer um den Vorsitzenden Hans-Martin Flinspach
wieder sehr aktiv. Wer bei der Initiative mitmacht, erhält für seine Äpfel, Birnen und Zwetschgen einen deutlich
höheren Preis als allgemein im Mostobsthandel üblich. Als Gegenleistung muss der Besitzer seine Wiesen
naturnah bewirtschaften. Insbesondere muss er sie regelmäßig mähen, seine Bäume fachgerecht schneiden,
darf keinen Mineraldünger ausbringen und darf seine Bäume nicht spritzen. Unter diesen Bedingungen
regeneriert sich die Natur und wird wieder zu einem Refugium für vom Aussterben bedrohte Pflanzen,
Insekten und Vögel. Seit fünf Jahren lässt die Initiative die Vertragsgrundstücke als biologische Anbaufläche
zertifizieren. Die Initiative überprüft, zusätzlich zu der amtlichen Biokontrollstelle, die Einhaltung der Regeln.
So werden derzeit von einer gut vorbereiteten
Truppe die rund 1000 Vertragsgrundstücke vor Ort kontrolliert. Gleichzeitig wird die zu erwartende
Erntemenge geschätzt. Sie bildet die Grundlage für die Preisgarantie, die den Obstbauern zugesichert wird.
Unter den Handelsnamen „Äpfele“ und „Birnle“ bietet die Initiative naturreinen Apfel- und Birnensaft an. Die
Produktpalette wird ergänzt durch die Mischsäfte „Äpfele-Mango“ und „Äpfele-Zwetschge“. Außerdem werden
Apfelschorle und ein spritziger Apfel-Cidre angeboten.
Die Säfte brauchen keine Qualitätsvergleiche scheuen. Spitzenplätze bei landes- und süddeutschlandweiten
Prämierungen sind keine Seltenheit. Aktuell hat die Initiative beim 7. landesweiten Streuobsttag
Baden-Württemberg für den klaren Bio-Äpfele-Saft den 2. Platz und für den naturtrüben Bio-Äpfele-Saft den 3.
Platz unter einer Vielzahl zur Prämierung eingereichter Produkte aus ganz Süddeutschland erreicht.
Stillstand ist Rückschritt. Dieser Erkenntnis auf dem Getränkemarkt ist auch die Initiative unterworfen. Ständig
gibt es Neuerungen. Wo sich große Apfel- und Birnbäume wohl fühlen, wachsen auch Holunder-Büsche. Aus
ihren schwarzen Beeren lässt sich ein intensiv schmeckender Saft keltern. Dieser eignet sich hervorragend als
Beimischung zu Apfel- und Birnensaft. Demnächst wird deshalb auch ein „Birnen-Holundersaft“ im Angebot
der Streuobstinitiative Stadt- und Landkreis Karlsruhe sein.

Quelle: Bürgermeisteramt Weingarten (Baden)

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