Energiewechsel

Weingarten (Baden): 1. Erweiterung Wohnhaus Eisbergweg 7

Pressemeldung vom 25. Februar 2015, 13:36 Uhr

Der Bauherr beantragt eine Befreiung hinsichtlich der Dachform „Flachdach“ statt Satteldach und hinsichtlich der Überschreitung des Baufensters. Die Erweiterung soll in zwei Schritten erfolgen. Der erste ist die Errichtung eines Zwischenbaus mit Flachdach, der zweite die Errichtung eines zweigeschossigen Anbaus mit Satteldach. Der AUT stimmte der Ausführung in zwei Bauabschnitten zu, vorausgesetzt, dass sich der Bauherr zur Errichtung des zweiten Bauabschnitts binnen eines Zeitraums von 7 Jahren vertraglich verpflichtet. Die Erweiterung des Wohnhauses ist, da es sich bis auf den Balkon innerhalb des Baufensters befindet, grundsätzlich möglich. Als gestalterische Maßnahme zur Abgrenzung zwischen Altbestand und neuem Bauteil sei auch ein Flachdach genehmigungsfähig. Der Bebauungsplan erlaube nur eine Überschreitung des Baufensters zur Straßenseite und zur Seite, aber nicht rückwärtig. Das hat laut Bebauungsplan den Sinn, „die empfindliche Tallage nicht durch aufgeständerte oder vorgehängte Bauteile nachteilig zu verändern“. Im vorgesehenen Fall würde sich der Balkon bergseitig befinden, was als zulässig interpretiert werden kann. Der AUT stimmte somit dem gesamten Vorhaben einstimmig zu. 2. Neubau Mehrfamilienwohnhaus Paulusstraße Ein Investor plant den Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses mit acht Wohneinheiten in den Grundmaßen 17 x 17,40 m und einer Firsthöhe von 11,30 m. Im rückwärtigen Bereich soll ein Balkon angebaut werden, der die maximale Bautiefe um 2,50 m überschreitet. Außerdem ist eine beidseitige Grenzbebauung vorgesehen. Damit fügt sich das Bauvorhaben nicht in die nähere Umgebungsbebauung ein, denn in diesem Gebiet ist eine halboffene Bauweise vorgesehen. Eine Erweiterung des Gebäudes auf das angrezende Flurstück (Pauslusstr. 3) würde bei entsprechender Einhaltung der Mindestabstände eine Hausbreite von 27 Metern bringen und derartige Gebäude gebe es in der Paulusstraße nicht. Bürgermeister Eric Bänziger sprach von einem „riesigen Baukörper“, der nicht genehmigungsfähig und auch „nicht wünschenswert“ sei. Das Gremium lehnte die Bauvoranfrage einstimmig ab. 3. Reihenhäuser im „Moorblick“ Als erste Bebauung im Neubaugebiet „Moorblick“ ist die Errichtung von 16 Reihenhäusern am Walzbachweg vorgesehen. Der Walzbachweg sei die Verlängerung der Breslauer Straße und die Bebauung diene als Lärmschutz für das dahinter liegende Neubaugebiet, erklärte Bürgermeister Eric Bänziger. Die Gebäude sind mit begrüntem Pultdach geplant und entsprechen in allen Bereichen den Festsetzungen des Bebauungsplans. Auch die gewünschte strukturierte Anordnung ist erfüllt. Damit hatte der AUT das Bauvorhaben lediglich zur15/136 Kenntnis zu nehmen. Hinsichtlich der Farbgebung jedoch hatte er über einen Änderungswunsch der Eigentümer zu befinden. Die ursprüngliche Planung sah eine Farbgebung in dezenten unterschiedlichen Farben – rot – grau – grün vor. Von Seiten der künftigen Eigentümer (16 einzelne Eigentümer) wurde über den Bauträger der Wunsch an die Gemeinde herangetragen, die Fassade einheitlich grau-weiß zu gestalten. Alternativ wurde eine grau-grüne Fassade vorgeschlagen. Das Gremium entschied sich einstimmig für die Variante „grau-weiß“. 4. Zwei DHH mit Garage „Am Graben“ Das Bauvorhaben fällt unter den Bebauungsplan „Am Graben/Am Bildhäusle“. Die Grundfläche eines Wohnhauses darf demnach maximal 150 qm betragen. Geplant sind jedoch 130 qm pro Haushälfte. Eine Genehmigung wurde der Bauherrin in Aussicht gestellt, sofern eine Grundstücksteilung durchgeführt wird. Diese Teilung ist erfolgt, die beiden Haushälften sind durch eine dicke feuerbeständige Wand getrennt. Somit war der Bauantrag nur noch zur Kenntnis zu nehmen. 5. Umnutzung einer Scheune zu einem Atelier, Hebelstraße 6 Die Scheune befindet sich im rückwärtigen, nicht einsehbaren Bereich des Grundstücks. Das bestehende Pultdach soll um 1,60 m angehoben werden bei gleichbleibender Firsthöhe, so dass die Dachneigung anschließend nur noch 15° betragen wird. Da das Gebäude von untergeordneter Bedeutung ist, wurde die Ausnahme erteilt und das Bauvorhaben einstimmig genehmigt. 6. Dachsanierungsarbeiten am Jugendzentrum Das Dach des Jugendzentrums ist momentan mit einer Faserzementeindickung aus den 60er Jahren eingedeckt. Im Zuge der Gebäudeunterhaltung wurde daher im vergangenen Jahr aufgrund zahlreicher Reparaturnotwendigkeiten die Neueindeckung des Daches mit sogenannten gedämmten Sandwichelementen geplant und beschränkt ausgeschrieben. Eine Ziegeleindeckung ist aufgrund der vorhandenen Dachkonstruktion nicht möglich. Zwei Angebote Weingartner Firmen lagen vor. Den Zuschlag erhält der günstigste Bieter zum Bruttopreis von knapp 45.000 €. Auf Nachfrage von Werner Burst (WBB), dem dieser Preis reichlich teuer vorkam, erklärte Ortsbaumeister Oliver Leucht, dass darin auch der Rückbau und die Entsorgung des Asbestmaterials enthalten sei. Die Vergabe erfolgte einstimmig.

Quelle: Gemeinde Weingarten (Baden)

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