Energiewechsel

Wehr: „Joseph Victor von Scheffel und die Hotzenwälder“

Pressemeldung vom 16. November 2010, 12:49 Uhr

Als der junge Scheffel um 1850 seine Referendarszeit am Säckinger Amtsgericht absolvierte, befand er sich in einer persönlich schwierigen Lage: Er fühlte sich als Künstler und Poet, aber er sollte auf Wunsch der Eltern einen „Brotberuf“ erlernen. Kein Wunder, dass er so oft wie möglich dem Amtsalltag zu entfliehen suchte und Amtsgänge zu einer Art Abenteuer machte. So weilte Scheffel relativ häufig auf dem Hotzenwald. Dort ging er Kriminalfällen nach und lernte in kurzer Zeit die Bevölkerung und ihre Lebensumstände kennen. Ihm wurde klar, dass die Armut ein wesentlicher Grund für die mehr oder weniger kleinen Verbrechen oder Gaunereien war. Scheffel – als Akademiker methodisch geschult – war ein aufmerksamer Beobachter des Hotzenwaldes. Dass er seine Beobachtungen schriftlich niederlegte, ist ein großes Glück für die Geschichtsschreibung unserer Region. Dr. Reinhard Valenta stellt Scheffels Hotzenwald-Schrift vor und liest auch die schönsten und humorvollsten Stellen über den Hotzenwald aus Scheffels Briefen in Auszügen.

Quelle: Stadtverwaltung Wehr

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis